Der Gardasee: unsere Reise vom 19.04.- 27.04. 2016

Zeitig um 6.00 Uhr in der Frühe des 19. April 2016 fuhren wir los. Unterwegs in Behringen gab es den ersten Halt mit einer Frühstückspause. Gut gestärkt ging es weiter mit zwischenzeitlichen Pausen zu Mittag und zum Kaffee. Natürlich hatten wir selbstgebackenen Kuchen mitgebracht, den wir am Bus gleich verzehrt haben. Weiter ging es bis ins Altmühltal nach Beilngries. Hier verbrachten wir in einem sehr schönen Hotel die erste Urlaubsnacht. Viele meinten: hier könnten wir auch bleiben, so angenehm war es dort. Gefreut haben wir uns aber auf den Gardasee, dem eigentlichen Ziel unserer Reise.

Nach einem guten gemeinsamen Frühstück ging es weiter über den Brennerpass (dort lag noch Schnee), dann weiter durch die Bergwelt auf Nebenstrecken bis nach Limone am Gardasee. Es ist der größte See Italiens. Der Ausblick von den Balkonen unserer Hotelzimmer nahm uns gleich gefangen.

Der Blick aus unserem Hotelzimmer in Limone auf den Gardasee.
Der Blick aus unserem Hotelzimmer in Limone auf den Gardasee.

Bei strahlendem Sonnenschein der Blick über den See und auf der anderen Seeseite die kleinen Ortschaften mit den dahinter liegenden Bergen, deren Kuppen noch mit Schnee bedeckt waren: einfach zauberhaft. Ebenso auch am Abend von der Hotelterrasse, wenn die Lichter der Orte über den See schienen. So kam bei allen Damen gleich eine zufriedene Urlaubsstimmung auf. Also freuten wir uns auf die kommenden Tage.

Am ersten Tag unseres Aufenthalts in Limone erwartete uns ein Gästeführer (Remo), der uns die nächsten Tage begleiten sollte. Er klärte uns gleich auf, das die Ortsbezeichnung Limone nicht von den hier wachsenden Limonen- und Zitronenbäumen hergeleitet wird, sondern von dem Wort Limes (Wall) abstammt. Diese Wälle, wurden zu Zeiten der Römer als Schutzwälle errichtet.

Uferpromenade am Gardasee
Uferpromenade am Gardasee

Wir finden sie ja auch bis nach Deutschland hinein wieder. Es sollte an diesem Tag eine Rundfahrt um den Gardasee geben, um erste Eindrücke zu gewinnen. Es war Frühling und die Sonne meinte es gut mit uns. Die Fahrt führte uns auf der Uferstrasse entlang über Riva, der Halbinsel Sirmione mit der beeindruckenden Scaligerburg. Das Erkennungszeichen des Herschergeschlechts der Scaliger sind die Schwalbenschwanzzinnen auf den Burgmauern. Weiter ging es bis Malcesine. Hier hatten wir einen schönen Aufenthalt über Mittag bis zur Kaffeezeit, jeder nach Lust und Laune. Danach sind wir mit dem Schiff wieder zurück nach Limone über den See gefahren und hatten noch Zeit zum Schwimmen oder für die Happy Hour im Hotel.

Am darauffolgenden Tag war Remo zeitig vor Ort, um uns auf der angesagten Dolomiten- Rundfahrt zu begleiten. Wir fuhren durch das Grödnertal mit seinem Obstanbaugebiet und Weinanbau. Leider konnten wir nicht bis nach St. Ulrich fahren, weil auf der Autobahn ein Unfall passiert war, was wir sehr bedauert haben. Die Serpentinenfahrt durch die imposante Bergwelt der Dolomiten mit ihren noch schneebedeckten Kuppen bis auf 2239m auf das Pordoi-Joch entschädigte uns dafür. Hier legten wir eine Pause zu Mittag ein. Einige der Damen konnten die dünne Luft auf der großen Höhe nicht so gut vertragen.

Spielende Murmeltiere auf den Wiesen (im roten Kästchen)
Spielende Murmeltiere auf den Wiesen (im roten Kästchen)

Nach einem kleinen Spaziergang ging es dann doch wieder, so dass wir unsere Fahrt wieder fortsetzen konnten. Unterwegs sahen wir immer mal wieder spielende Murmeltiere auf den Wiesen. Man musste schon genau hinsehen, um sie zu erkennen, denn das Fell der Tiere glich der noch braun-grauen Farbe der Wiesen.

Langsam ging es dann wieder hinunter ins Tal mit seinen schönen bunten Frühlingsfarben. Etwas Besonderes hatte uns Remo aber noch versprochen. Wir waren also sehr gespannt darauf. Es ging in einen kleinen Ort in der Weinanbauregion in eine kleine Taverne, die zwei über 80jährige Herren mit einem kleinen Weingut immer noch bewirtschaften. Hier kredenzte uns einer der Herren einen besonderen Wein, den Heiligen Wein, zusammen mit einem Stück Kuchen, der aus der hiesigen Bäckerei stammte.

Eine kleine Taverne, die von zwei über 80jährige Herren mit einem kleinen Weingut das immer noch bewirtschaftet wird.
Eine kleine Taverne, die von zwei über 80jährige Herren mit einem kleinen Weingut das immer noch bewirtschaftet wird.

Es ist ein süßer Wein, der durchaus zum Kuchen passte. Der Vino Santo hat im Unterschied zum Vin Santo aus der Toskana nicht nur einen Buchstaben mehr, die vom sanften Wind des Gardasees getrockneten Trauben werden nach jahrhundertealter Tradition erst in der Karwoche gepresst und begeistern durch ihre Finesse und Frische. Er mundete uns allen und viele haben ihn daraufhin noch käuflich erworben, um ein besonderes Mitbringsel für Daheim zu haben. Danach ging es zurück nach Limone, um den Rest des Tages gemütlich in netter Gemeinschaft zu verbringen. 

Die Fahrt nach Verona stand an. Da hatten wir uns alle drauf gefreut. Wieder stand Remo pünktlich am nächsten Morgen vor dem Hotel, um uns in Empfang zu nehmen. Bevor wir in die Stadt hinein gefahren sind, leitete uns Remo auf eine Anhöhe vor Verona, damit wir vorher einen Blick auf die wunderschöne und historische alte Stadt haben sollten. Es war beeindruckend! Die Etsch schlängelt sich unter den alten Brücken hindurch und von der Anhöhe konnten wir die große Arena und das Castel Vecchio, die Burg der Scaliger, erkennen.

Ein Blick auf die historische Stadt Verona.
Ein Blick auf die historische Stadt Verona.

In der Stadt angekommen sind wir dann zu Fuß über die alte Brücke zur Burg gegangen. Die gesamte Anlage wurde bereits im 14. Jahrhundert erbaut und ist wunderbar erhalten geblieben. Danach haben wir dann mit Remo zusammen die Stadt fußläufig erobert, von der großen Arena bis zum Haus der Julia. Die meisten unserer Damen sind in den Innenhof vorgedrungen, um sich den Balkon von der Nähe anzusehen.

Julias Balkon in Verona
Julias Balkon in Verona

Es war nicht gerade leicht, sich durch die Menschenmassen durch zu schlängeln. Der Balkon wurde, wie wir erfahren haben, erst in den Jahren 1936- 1940 dem Haus während der Renovierungszeit hinzugefügt. Ob er zu Zeiten der Capulets, der Familie der Julia in Shakespeares Roman, Romeo und Julia, schon existiert hat, ist nicht bekannt. Danach hatten wir Freizeit, um selbstständig noch einmal durch die alten Gassen mit den wunderschönen alten Häuserfassaden zu schlendern.

Natürlich konnten wir nicht einfach an den Schuh- und Handtaschenläden vorbei gehen, ohne hinein zu schauen und auch etwas zu kaufen. Italien ist ja für seine Lederwaren sehr bekannt. Wir trafen Remo wie verabredet auf dem Platz vor der großen Arena wieder und sind dann mit ihm zusammen wieder zu unserem Bus gegangen. Auf den Stufen, die zur Scaligerbrücke führen, haben wir dann unser Gruppenfoto „schießen“ können, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Limone machten. Verona ist eine sehr beeindruckende Stadt, nur leider laufen dort einfach zu viele Menschen herum. Es herrscht ein sehr großes Gedränge und man muss aufpassen, dass einem nichts „abhanden“ kommt.

Am nächsten Tag sind wir dann von Limone aus über den See bis nach Riva gefahren und konnten dort selbstständig den Ort erobern und auch „shoppen“ gehen. Wir hatten genügend Zeit, bis am Nachmittag unser Schiff nach Limone wieder ablegte.

Am letzten Tag unseres Aufenthalts am Gardasee hatten wir Freizeit und konnten je nach Lust und Laune Limone kennenlernen. Es machte Spaß ohne Zeitdruck durch die netten kleinen Geschäfte zu bummeln, um für die Lieben daheim kleine Mitbringsel zu erwerben. Jedem von uns hat dieser freie Tag gut getan und am Abend mussten dann wieder Koffer gepackt werden, bevor es am nächsten Tag über die Alpen wieder gen Norden ging. Im Hotel Post am Achensee (dort lag noch Schnee) sind wir zu Mittag eingekehrt und konnten dann gut gestärkt weiter fahren, bis zu unserem Zwischenübernachtungsort Freystadt im Altmühltal. Der nächste Tag brachte dann die endgültige Heimfahrt nach unseren schönen gemeinsamen Urlaubstagen. Heil und gesund sind wir wieder in Schleswig- Holstein angekommen. Es hat uns allen sehr gefallen und wir danken unserer „Reise- Christel“ und unserem Busfahrer für die sichere Fahrt und den reibungslosen Verlauf der Gardasee- Reise. Es war wunderschön!!!

Ein Gruppenfoto auf unserer Reise zum Gardasee.
Ein Gruppenfoto auf unserer Reise zum Gardasee.

Unser Spielenachmittag im April 2016

Wie auch in den vergangenen Jahren war die Nachfrage zum Spiele- Nachmittag wieder besonders groß.

Nach einer Tasse Kaffee und leckerem Torten- und Kuchengenuss ging es mit Spannung und Hochroten Köpfen bei den verschiedenen Spieleangeboten los. Frau Christel Stoffers hatte wie immer für Preisüberraschungen gesorgt. Es ging keine der der Damen leer aus.