Tagesfahrt zum Spargelessen

Zum Abschluss unseres Landfrauenjahres haben wir eine Tagesfahrt mit Mittagessen, Museumsbesuch in Büdelsdorf und anschließendem Kaffeetrinken unternommen.

Morgens ging es los zum Alten Fährhaus Lexfähre an der Eider. Dort erwartete uns ein großes Spargelbuffet mit einer Riesenauswahl der verschiedenen Zubereitungsarten vom Spargel mit Vorsuppe und diversen Desserts.

Nach dieser Völlerei fuhren wir nach Büdelsdorf zur internationalen Kunstausstellung NordArt. Sie findet in den weitläufigen Hallen der Carls-Hütte statt. Künstler aus aller Herrenländer haben dort ihre Werke ausgestellt.

Restaurant zum alten Fährhaus Lexfähre an der Eider
Restaurant zum alten Fährhaus Lexfähre an der Eider

Es ist teils verwirrend, mehr oder weniger nachvollziehbar aber auch wiederum sehr schön. Wir waren ganz erschlagen von den vielen verschiedenen Werken, die wir betrachtet haben. Am besten hat es uns im Park gefallen. Dort kann man an der frischen Luft sein und die Skulpturen bei einem Spaziergang auf sich wirken lassen.

Beeindruckt von allem, freuten wir uns auf eine gute Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen um uns danach in die Sommerpause zu verabschieden.

Aprilveranstaltung 2019 „De Postbüdel kummt“

Am 24.04. kam „De Postbüdel“ alias Holger Jensen zu uns Landfrauen in die Bahnhofsgaststätte Bern nach Mollhagen.

Er ist ein Allroundtalent. Schon als kleiner Junge konnte er Groß und Klein auf festlichen Gesellschaften lustig unterhalten. Die plattdeutsche Mundart liegt ihm besonders. So hatte er sich uns vorgestellt und legte auch gleich lustig los. Sein Akkordeon vorgeschnallt, brachte er die Landfrauenrunde mit fröhlichen Liedern zum Mitsingen in Schwung. Immer wieder zwischendurch von lustigen Dönsches, die er „erlebt“ hatte, unterbrochen.

De Postbüdel alias Holger Jensen bei den Landfrauen
„De Postbüdel“ alias Holger Jensen bei den Landfrauen

Besonders von seinem „Nachbarn Hannes“ konnte er viel berichten. Ihn hatte er auch mitgebracht. Zu unser aller Erstaunen zauberte unser „Postbüdel“ ihn aus seinem mitgebrachten Postkasten. – Es war eine Bauchrednerpuppe.- Also auch als Bauchredner konnte uns Herr Jensen bestens unterhalten. Immer wieder hat er auch das Publikum in die Unterhaltung mit eingebunden. Alle haben gerne mitgemacht.

Nachbar Hannes und der Postbüddel
„Nachbar Hannes“ und der Postbüddel

Es war für uns alle ein lustiger komödiantischer Nachmittag. Viele der Damen hatten es sich gar nicht so schön vorgestellt.

Unser Spielenachmittag im März 2019

Wie immer im Frühling ist ein Spielenachmittag geplant. Alle freuen sich darauf. Vorab wird sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt und dann können die Tische gar nicht schnell genug abgeräumt werden, um sich zu den verschiedenen Spielen zu gruppieren. Egal, was gespielt wird, ob „Mensch ärgere dich nicht“, Rummykub, Romme´, 66 oder auch Skat. Alle haben Spaß und es geht hoch her. Jede der Spielerinnen bekommt einen Preis keine geht mit leeren Händen nach Händen nach Hause.

Jahreshauptversammlung 2019

Wie immer, war auch in diesem Jahr unsere Jahreshauptversammlung sehr gut mit 90 Landfrauen besucht. Sicher lag es auch mit an dem anschließenden Thema, dass uns die Oecotrophologin Frau Renate Frank mitgebracht hatte: „Omas Hausmittel früher und heute“.

Zunächst aber begrüßte uns alle unsere 1. Vorsitzende Frau Jutta Behnk und besonders die 14 neuen Mitglieder, die im Jahr 2018 in unseren Verein eingetreten sind. Danach bat sie unsere Schriftführerin Frau Elke Schmidtke um den Jahresbericht 2018. Alle waren ganz erstaunt und erinnerten sich an die vielen schönen Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Das Highlight war natürlich unsere Feier zum 70 jährigen Bestehen unseres Vereins!

Es folgte der detaillierte Kassenbericht von unserer Kassenführerin Frau Heike Tjarks. Geprüft wurde er von Frau Heike Röhrs und Frau Marion Timm, die auch die Entlastung des Vorstandes beantragte. Dies geschah einstimmig von der Versammlung. Da Frau Röhrs turnusgemäß ausgeschieden ist, wurde Frau Heike Kröger als neue Kassenprüferin einstimmig gewählt.

Unter Punkt Verschiedenes wurde beschlossen, dass für die Helfer an gemeinsamen Veranstaltungen einheitliche T- Shirts mit unserem Landfrauenlogo angeschafft werden sollen. Da sonst nichts weiter anlag, konnte Frau Behnk die Versammlung schließen worauf unsere gemeinsame Kaffeestunde folgte.

Inzwischen erschien auch Frau Renate Frank, um sich für ihren Vortrag einzurichten.

Ilse Spierung und Renate Frank auf der Jahreshauptversammlung 2019
Ilse Spierung und Renate Frank auf der Jahreshauptversammlung 2019

In der Zeit von 16.30 bis 17.00 Uhr erzählte sie uns sehr lebendig und aufschlussreich, dass nicht alle überlieferten Hausmittel empfehlenswert sind. Wie z. Bsp. Ingwer „nicht“ Erkältungskrankheiten vorbeugt. Wohl aber in Verbindung mit Zwiebeln blutverdünnend wirken und der Entstehung von Thrombose und Schlaganfall vorbeugen kann. Oder aber, wie wohltuend heiße Milch mit Honig bei Halsschmerzen wirkt. Lakritze hilft bei Sodbrennen. Rosinen wirken blutdrucksenkend. Fliederbeersaft in Verbindung mit schwarzem Tee und Honig stärkt die Abwehrkräfte. Schwarzer Tee auf einer Kompresse hilft bei Sonnenbrand. Und vieles mehr…. Besonders hob Frau Frank immer wieder die positive Wirkung von echtem Imkerhonig hervor, den man sogar zu unser aller Erstaunen auf offene Wunden streichen kann und so zur besseren Heilung beiträgt.

Hatte Oma immer Recht?
Hatte Oma immer Recht?

Außerdem konnten wir uns im Anschluss des Vortrags noch von Frau Frank zusammengestellte Rezepte mit nach Hause nehmen. Sicherlich finden viele ihrer Anregungen Anwendung in den Haushalten der Landfrauen.

Januarveranstaltung „Schlafstörungen bzw. Schlafmedizin“

Unsere erste Veranstaltung im Jahr 2019 fand am 23. Januar in Schachts Gasthof in Rohlfshagen statt.

Das Thema war „Schlafstörungen bzw. Schlafmedizin“.

63 interessierte Landfrauen folgten der Einladung, um nach einer gemeinsamen Kaffeetafel, dem sehr interessanten und anschaulichen Vortrag von Frau Dr. Bechstedt zu folgen, die wir zu diesem Thema gewinnen konnten. Sie ist Assistenzärztin im Schlaflabor in Borstel und konnte uns vieles aus ihrem breiten Erfahrungsschatz berichten.

Frau Dr. Bechstedt und Jutta Behnk bei dem Vortrag zu Schlafstörungen bzw. Schlafmedizin
Frau Dr. Bechstedt und Jutta Behnk bei dem Vortrag zu „Schlafstörungen bzw. Schlafmedizin“

Im Anschluss an den Vortrag nutzten einige Damen die Gelegenheit, mit Frau Dr. Bechstedt über eigene Probleme zu sprechen, die natürlich in Arztpraxen oder in der Klinik behandelt werden müssen. Ein sehr lehrreicher Nachmittag für uns alle.

Veranstaltungen im Dezember 2018

In diesem Jahr gestaltete sich der Ablauf nicht wie sonst im Dezember eines jeden Jahres. Dieses Mal haben wir mit unserer Adventsfahrt zu den Weihnachtsmärkten begonnen.

Es ging zum 2 tägigen Aufenthalt nach Oberweser- Ödelsheim in das familiengeführte Hotel „Kronenhof“. Auf dem Weg dort hin machten wir Station in Hannoversch- Münden, um den dortigen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Leider regnete es Hunde und Katzen, sodass wir den Besuch dort kurzer Hand abgebrochen haben und zu unserem Hotel gefahren sind. Dort wurden wir sehr nett begrüßt und mit köstlichen, frisch für uns gebackenen Waffeln, Kaffee und Tee verwöhnt. Es war eine nette und gemütliche Kaffeestunde, die wir nach der langen Fahrt sehr genossen haben. Danach Zimmerbezug und mit einem köstlichen Abendessen klang der Tag aus.

Am nächsten Vormittag fuhren wir in Begleitung des Seniorchefs nach Kassel, um den dortigen Weihnachtsmarkt zu erkunden. Auf der Fahrt dorthin, brachte er uns seine Heimat durch Erklärungen etwas näher.

Die gesamte Innenstadt von Kassel war weihnachtlich geschmückt und mit Buden ausgestattet, die verschiedene handwerkliche oder auch kommerzielle Waren angeboten haben. Essen und trinken war am Häufigsten anzutreffen. Einige Damen haben sich sogar in das Riesenrad getraut, um einige Runden mitzufahren. Besonders schön war es dann über die festlich erleuchteten Plätze zu sehen. Aber auch der Duft von gebrannten Mandeln durchzog die Luft, was zum Erwerb der selbigen animierte.

Nach diversen Kostproben hier und da kehrten wir am späten Nachmittag wieder zum Hotel zurück, um dort mit einem köstlichen Entenbraten und einer Feuerzangenbowle verwöhnt zu werden. Sogar der Nikolaus (Frau Stoffers) ist dort gewesen. Jede Dame fand auf ihrem Platz eine nette Überraschung vor.

Vielen, vielen Dank dafür!

Um 10.00 Uhr am nächsten Morgen traten wir dann nach einem guten Frühstück und einer netten Verabschiedung durch das Hotelehepaar unsere Heimfahrt an. Unterbrochen haben wir die Fahrt nur noch in Goslar, um dort den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Es war klein aber sehr fein! Mit sehr vielen handwerklich ausgestatteten und sehr hübsch geschmückten Buden. Es machte Spaß noch nach netten Dingen Ausschau zu halten, um sie noch zu erwerben, bevor wir wieder zum Bus zurück gegangen sind. Dort angekommen, wurde uns noch ein Glühwein kredenzt, den Frau Stoffers für uns ausgegeben hat.

Adventsmarkt 2018 in der Stormarnhalle Bad Oldesloe
Adventsmarkt 2018 in der Stormarnhalle Bad Oldesloe

Es waren 3 schöne gemeinsame Tage, bevor wir uns dem Adventsmarkt in Bad Oldesloe widmen mussten, der jährlich in der Stormarnhalle stattfindet. Hier haben wir wieder für 2 Tage das Landfrauen- Café bestückt. Wie immer mit großem Erfolg, sodass wir durch die gespendeten Torten und Kuchen wieder eine schöne Summe für karitative Zwecke spenden konnten.

Adventsmarkt 2018 in der Stormarnhalle Bad Oldesloe
Adventsmarkt 2018 in der Stormarnhalle Bad Oldesloe

Das wurde dann auf der darauffolgenden Adventsfeier unseres Vereins verkündet, die wir sehr feierlich in Eigenregie gestaltet haben. Alle freuten sich, denn die stolze Summe von 1.500 € konnte gespendet werden. Ein schöner Jahresabschluss war die einhellige Meinung der Landfrauen!

Unser Ausflug zur Meierei Möllgaard

Wir hatten einen Halbtagesausflug geplant. Es ging bei noch sehr schönem Herbstwetter nach Hohenlockstedt zum Meierhof Möllgaard. Dort wurden wir sehr herzlich von Herrn Möllgaard, einem pensionierten Meieristen und seiner Mitarbeiterin begrüßt und in einen für die Demonstration der Käseherstellung vorbereiteten Raum geführt. Hier fanden wir alle einen Sitzplatz an fertig gedeckten Tischen. Herr Möllgaard zeigte uns bevor wir eine Käseverkostung hatten, einen Film, der uns den Ort Hohenlockstedt mit seinen dort angesiedelten Firmen und Sehenswürdigkeiten näher erläuterte.

Herr Möllgaard vom Meierhof Möllgaar in Hohenlockstedt
Herr Möllgaard vom Meierhof Möllgaar in Hohenlockstedt

Zwischen den einzelnen Käsekostproben  von mild bis herzhaft und würzig, demonstrierte Herr Möllgaard uns die Käseherstellung im kleinen Rahmen. Dazu bekamen wir Brot und einen von einem Apfelhof in der Nachbarschaft hergestellten leckeren Apfelsaft.

Ganz normale Milchflaschen wurden mit Sahne befüllt und so lange geschüttelt bis sich das Fett von der Milch gelöst hatte und einen schönen Klumpen Butter gebildet hatte
Ganz normale Milchflaschen wurden mit Sahne befüllt und so lange geschüttelt bis sich das Fett von der Milch gelöst hatte und einen schönen Klumpen Butter gebildet hatte

Bevor wir unseren Mittagsimbiss bestehend aus Käsebrötchen, Kaffee und Tee eingenommen haben, durften wir die dazugehörige Butter selbst herstellen. Ganz normale Milchflaschen wurden mit Sahne befüllt und so lange geschüttelt bis sich das Fett von der Milch gelöst hatte und einen schönen Klumpen Butter gebildet hatte.- lecker!

Ein schöner klumpen Butter
Ein schöner klumpen Butter

Zum Abschluss haben wir die Möglichkeit genutzt und im Käseladen noch eingekauft. Zuvor aber zeigte uns Herr Möllgaard noch einen Käselaib. Er ist, nach Aussage von Herrn Möllgaard, volljährig geworden. Das heißt: er ist 18 Jahre alt und immer noch genießbar! Ganz viel Probebohrungen zeugen davon. Unglaublich!

Ein 18 Jahre alter Käselaib
Ein 18 Jahre alter Käselaib

Eigentlich sollte nun unsere Heimfahrt starten. Na ja, wie es bei den Landfrauen so üblich ist, wollten alle gerne noch irgendwo Kaffeetrinken und ein Stück Torte essen. Herr Möllgaard gab uns einen Tipp und so konnten wir ganz in der Nähe in einem an einen Antikladen angeschlossenen Cafe, leckere selbstgebackene Torte und Kuchen genießen. Ein schöner Abschluss, bevor es wieder nach Hause ging.

Leckere selbstgebackene Torte und Kuchen genießen in einem Cafe, dass an einem Antikladen angeschlossenen ist
Leckere selbstgebackene Torte und Kuchen genießen in einem Cafe, dass an einem Antikladen angeschlossenen ist

Jubiläumsfeier zum 70 jährigen Bestehen unseres Vereins

Der 12.September dieses Jahres, war für die Mitglieder des Landfrauenvereins Bad Oldesloe und Umgebung das Highlight des Jahres 2018. Wir konnten das 70 jährige Bestehen unseres Vereins zusammen in der Rohlfshagener Kupfermühle feiern.

Herr Beck und Frau Röhr bei der 70 Jahr Feier
Herr Beck und Frau Röhr bei der 70 Jahr Feier

160 Personen hatten sich angemeldet. Darunter ein Herr, unser neu gewählter Amtsvorsteher Herr Beck. Die neue Bürgerworthalterin der Stadt Bad Oldesloe, Frau Ponto, Frau Kristina Wendt, unsere Kreisvorsitzende der Landfrauenvereine und Frau Ulrike Röhr, die Präsidentin unseres Landesverbandes.

Die Präsidentin unseres Landesverbandes Frau Ulrike Röhr.
Die Präsidentin unseres Landesverbandes Frau Ulrike Röhr.

Nach der Begrüßungsrede unserer 1. Vorsitzenden Frau Jutta Behnk, richteten alle Ehrengäste ein Grußwort an unsere Mitglieder. Frau Behnk erwähnte in ihrer Rede, dass leider keine Gründungsmitglieder mehr leben. Sie konnte aber unsere Ehrenvorsitzende Frau Margret Radtke, Frau Röpke (91 Jahre alt) und aus dem Jahrgang 1930 Frau Ilse Stoffers, Frau Helga Stoffers und Frau Gisela Tjarks, begrüßen. Sie alle nehmen immer noch zur Freude des Vorstandes aktiv an unseren Veranstaltungen teil. Frau Röhr konnte einiges aus dem schriftlichen Nachlass ihrer Mutter zitieren, die bis zu ihrem Ableben Mitglied in unserem Verein war.

Frau Radtke, Frau Behnk, Frau Röpke, Frau Stoffers, Frau Stoffers und Frau Tjarks
Frau Radtke, Frau Behnk, Frau Röpke, Frau Stoffers, Frau Stoffers und Frau Tjarks

Nach den Grußworten der Ehrengäste gab es dann ein köstliches gemeinsames Mittagessen, dass für alle Mitglieder unseres Vereins aus der angesparten Summe, die aus Erträgen des Adventsmarktes bestand, bezahlt wurde. Zwischen Hauptgang und Dessert kam „Trine Schabernack“ (Ilse Spiering) plötzlich dazu und erzählte auf „Plattdeutsch“ einiges aus dem Vereinsleben, dass sich im Laufe des Jahres zugetragen hat. Sie brachte auch eine Überraschung für jeden mit: in 5 Körben befanden sich Tüten mit selbstgebackenen Plätzchen, die fleißige Landfrauen für alle gebacken hatten. Mit Hilfe von 3 weiteren Vorstandsdamen wurden sie an alle Gäste verteilt. Dann konnten alle das inzwischen servierte Dessert genießen.

"Trine Schabernack“ (Ilse Spiering) erzählte auf „Plattdeutsch“ einiges aus dem Vereinsleben, dass sich im Laufe des Jahres zugetragen hat
„Trine Schabernack“ (Ilse Spiering) erzählte auf „Plattdeutsch“ einiges aus dem Vereinsleben, dass sich im Laufe des Jahres zugetragen hat

Bevor es später zur Kaffeetafel ging, trat die Gruppe „Nordlicht“ auf. Sie kamen extra aus Norstedt von der Westküste bei Husum angereist und brachten mit ihren Darbietungen die gesamte Gesellschaft ordentlich in Schwung. Alle sangen und schunkelten mit.

Tortenbüffet zur 70 Jahr Feier
Tortenbüffet zur 70 Jahr Feier

Danach konnte die Tortenschlacht beginnen. Viele Landfrauen hatten die schönsten und leckersten Torten gebacken, die nun zum gemütlichen Abschluss des Festtages beitrugen!

Landfrauenfahrt in die Messe- und Kulturstadt Leipzig vom 14.06.- 17.06.2018

Da wir im Herbst dieses Jahres eine längere Reise in das Elsass vorhaben, hatten wir für die erste Reise nur eine Städtetour über 4 Tage geplant. Unser Ziel war die Messe- und Kulturstadt Leipzig.

Nach zuerst wenigen Anmeldungen kamen doch noch 26 Damen zusammen und die Reise ging pünktlich los. Natürlich wieder mit einer netten Frühstückspause in Behringen. Da wir am Nachmittag zeitig in Leipzig angekommen sind, konnten wir in aller Ruhe unsere Zimmer in Augenschein nehmen und die Koffer auspacken. Eine Kaffee- oder auch Ruhepause lag auch noch drin, bevor wir uns mit unserem Busfahrer Carlo getroffen haben um mit ihm zusammen fußläufig schon ein wenig die Stadt zu erobern. Er führte uns bis zu Auerbachs Keller, das aus Goethes „Faust“ bekannte Restaurant. Dort war für uns ein opulentes Abendessen gebucht. Es war köstlich aber fast nicht zu schaffen, so groß waren die Portionen.

Auerbachs Keller, das aus Goethes „Faust“ bekannte Restaurant.
Auerbachs Keller, das aus Goethes „Faust“ bekannte Restaurant.

Der „große Keller“, in dem wir gespeist haben, wurde zusammen mit der Mädlerpassage in den Jahren 1912/14 erbaut und dort befindet sich auch der Eingang in das wie eine Bogenhalle anmutende Restaurant. Wir konnten uns vorstellen, dass auch Goethe sich hier schon wohlgefühlt hat. Ein Spruch fällt hier besonders auf: „Wer nach Leipzig zur Messe gereistohne auf Auerbachs Hof zu gehen, der schweige still, denn das beweist, er hat von Leipzig nichts gesehen.“ Aber genau das wollten wir am folgenden Tag in Angriff nehmen!

Nachdem wir in aller Gemütlichkeit gefrühstückt hatten, konnten wir unseren Gästeführer, einen pensionierten Lehrer, begrüßen. Er begleitete uns zunächst auf einer Stadtrundfahrt. Während der Fahrt erzählte er uns, dass der Name Leipzig von der Bezeichnung urbs Libizi (Stadt der Linden) zurück zu führen ist. So ist es auch tatsächlich, denn in der ganzen Stadt sind sehr viele Linden gepflanzt worden, unter denen es während ihrer Blütezeit herrlich duftet. Wir sahen das vom Leipziger Kaufmann Joh. Caspar Richter im Jahr 1756 im Rokokostil erbauten Gohliser Schlösschen, dass nun wieder im alten Glanz nach der Totalrenovierung dasteht, das imposante, 91 m hohe Völkerschlachtdenkmal, (es wurde in den Jahren 2003 – 2013 renoviert, weil es im Jahr 1945 von amerikanischen Truppen beschossen wurde, nachdem sich im Inneren des Denkmals deutsche Soldaten verschanzt hatten). Direkt am Denkmal befindet sich ein künstlich angelegtes Wasserbecken. Es wird symbolisch „ See der Tränen“ genannt, weil dort die gefallenen Soldaten der Völkerschlacht beweint wurden. Leider waren die Außenanlagen noch nicht ganz fertig.

Mit Palmensäulen ausgestatteter Innenraum der Nikolaikirche in Leipzig
Mit Palmensäulen ausgestatteter Innenraum der Nikolaikirche in Leipzig

Wir bestaunten das im Renaissancestil erbaute alte Rathaus, die spätgotische Thomaskirche, in der Joh.-Seb. Bach als Kantor gewirkt hat und auch begraben liegt, die russische Gedächtniskirche St. Alexej mit ihrem besonderen Turm (sie wurde 1913 zum Gedenken an die 22000 gefallenen russischen Soldaten während der Völkerschlacht, eingeweiht), die Nikolaikirche, von wo aus die friedliche Revolution der DDR Bürger im Jahr 1989 mit den Montagsdemonstrationen ausging. Über die Mittagszeit hatten wir die Möglichkeit, auch den wunderschönen, sehr hellen mit Palmensäulen ausgestatteten Innenraum der Kirche zu besichtigen.

Die so genannten „Runden Ecke“, das Stasi Museum in Leipzig
Die so genannten „Runden Ecke“, das Stasi Museum in Leipzig

Nach einer kleinen Pause sind wir dann mit unserem Gästeführer bis zur so genannten „Runden Ecke“, dem Stasimuseum gegangen. Dort hatten wir eine Führung in den im Original erhaltenen Räumlichkeiten der Staatssicherheit der DDR mit all ihren „schmutzigen Machenschaften“ und perfiden Möglichkeiten die Bürger auszuspionieren.- Im Nachhinein wirkte alles immer noch sehr bedrückend in diesen alten verstaubten Räumen. – Wieder an der frischen Luft hatten wir die Möglichkeit die Stadt auf eigene Faust zu erobern, und auch noch die Chance ein gemeinsames Foto, vor dem vor der alten Handelsbörse befindlichem Goethedenkmal auf dem Naschmarkt, zu machen.

Ein gemeinsames Foto, vor dem Goethedenkmal auf dem Naschmarkt
Ein gemeinsames Foto, vor dem Goethedenkmal auf dem Naschmarkt

Auf unserem Weg zum Hotel sind wir über den Augustusplatz gegangen, mit dem vor dem neuen, schon dritten im Jahr 1981 eingeweihten Gewandhaus und der neuen modernen Universitätskirche (die alte Kirche wurde im Jahr 1968 auf Befehl der DDR Führung gesprengt und nach 10 jähriger Bauzeit im Dezember 2017 wieder neu eingeweiht)  befindlichem „Mende Brunnen“ mit seinen sehr schönen Figuren aus Bronze und einer hübschen Blumenbepflanzung rundherum. Er wurde von einer Frau Mende im Jahr 1867 gestiftet. Eine Inschrift lautet: „Zum Himmel streben – in frischer Kraft – der Erde geben- was Segen schafft – in lauterer Helle – lehrt es die Welle.“ 

Der "Mende Brunnen“ mit seinen sehr schönen Figuren aus Bronze und einer hübschen Blumenbepflanzung rundherum
Der „Mende Brunnen“ mit seinen sehr schönen Figuren aus Bronze und einer hübschen Blumenbepflanzung rundherum

Am darauf folgenden Tag sind wir dann wie geplant, im Leipziger Zoo gewesen. Hier hatten wir einen geführten Rundgang entlang der naturbelassenen Gehege mit Elefanten, Tigern, Affen, Nashörnern usw. Ein schöner Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein.- Am Nachmittag hatten wir Freizeit und sind individuell entweder in der Stadt geblieben oder ins Hotel gefahren, um sich auszuruhen, eine Tasse Kaffee zu trinken oder ein leckeres Eis auf der Hotelterrasse zu genießen. Dort haben wir auch die Sommerabende gemeinsam bei einem Schlummertrunk ausklingen lassen.

Der 4. Tag brach an und auch schon wieder die Heimreise. Bevor es aber endgültig zurück ging, besuchten wir noch das Asisi Panometer. Hier gibt es in diesem Jahr eine Ausstellung vom Untergang der Titanic im Jahr 1912. In dem großen Rund des Panometers hatte man das Gefühl mit dem U- Boot unter Wasser zu sein und das Wrack der Titanic zu umfahren. Die dazu passenden Geräusche, die aus den Lautsprechern kamen, ließen einem beinahe Schauer über den Rücken laufen.- Sehr unheimlich und doch beeindruckend!  

Die Titanic Ausstellung im Asisi Panometer
Die Titanic Ausstellung im Asisi Panometer

Alle diese Eindrücke mussten wir, wieder heil zu Hause angekommen, erst einmal sacken lassen, bevor wir die nächste Fahrt in Angriff nehmen.  

Tagesfahrt zum Hansemuseum

Pünktlich um 9.30 Uhr war unser Bus auf dem Kurpark- Parkplatz in Bad Oldesloe, damit alle 54 angemeldeten Landfrauen einsteigen konnten. Da kam schon die erste Überraschung des Tages: drei der Damen bekamen keinen Sitzplatz! Was nun? Unser Busfahrer rief bei der Zentrale an, um sich zu erkundigen, was schiefgelaufen sein konnte. Der größere Bus stand noch auf dem heimischen Platz. Also konnten wir ihn tauschen und so sind wir dann mit einer kleinen Verspätung losgefahren aber alle hatten einen Sitzplatz.

Es sollte nach Travemünde gehen, um mit der Hansefähre bis nach Lübeck zum Anleger des neuen Hansemuseums zu fahren. Wir waren zeitig genug vor Ort, um mitzukommen. Das klappte prima. Da die Fahrt über die Mittagszeit stattfand, war für uns ein Menue bestellt, welches wir während der Fahrt zu uns nehmen wollten: Bratkartoffeln mit Roastbeef und einem Salatteller. Hinterher Eis mit frischem Obst. Alle freuten sich darauf.

Hansefähre ohne Catering (der steckte im Stau), dafür mit Kartoffelsalat und Würstchen
Hansefähre ohne Caterer (der steckte im Stau), dafür mit Kartoffelsalat und Würstchen

Nun aber die nächste Überraschung: der Cateringservice steckte im Stau und kam nicht rechtzeitig ran. Die Fähre musste aber ablegen, damit sie den Fahrplan einhalten konnte. Die Alternative war Kartoffelsalat mit Würstchen.- alle waren etwas enttäuscht, ließen es sich aber trotzdem schmecken! Das leckere Eis, die sonnige Fahrt bis Lübeck zum Abschluss entschädigte uns dann doch noch.

Gemeinsam gingen wir dann vom Anleger einige Schritte bis zum neu erbauten Europäischen Hansemuseum an der Untertrave. Es wurde im Mai 2015 neu eröffnet. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und sind dann in kleinen Abständen durch die 500 jährige Geschichte des kaufmännischen Städtebundes der Hanse geführt worden. (Mitte des 13. Jahrhunderts bis Anfang des 17.Jahrhunderts) Der Bund der Hanse auf dem europäischen Kontinent erstreckte sich von London bis Nowgorod. In Städten wie London, Brügge, Lübeck und Nowgorod, um nur einige zu nennen, gab es die sogenannten Hansekontore, von wo aus der Handel koordiniert wurde. Als dann die Engländer, Niederländer, Dänen und Russen Zölle auf ihre Waren erhoben, brach der Handel ein. Das war dann das Ende der Hanse. Da stellten wir doch Parallelen zum heutigen Handelsgebaren bestimmter Länder fest.

Ein "Pfeffersack" im Europäischen Hansemuseum in Lübeck
Ein „Pfeffersack“ im Europäischen Hansemuseum in Lübeck

Ein schöner Abschluss unserer Tagestour war dann die Kaffeestunde im Cafe des Hansemuseums.