Arbeitseinsatz am 04.07.2020 im Garten des Hospiz Lebensweg

Kürzlich erhielt unser Vorstand vom Landfrauenverein Bad Oldesloe und Umgebung die Anfrage von der Leiterin des im Mai dieses Jahres eingeweihten „Stationären Hospiz Lebensweg Stormarn“, Frau Tiedtke, ob einige Damen unseres Vereins am 04.07.vormittags bereit wären, die frisch angelegten Blumenbeete rund um das Gebäude vom Unkraut zu befreien.

Da wir das Hospiz Lebensweg schon seit Anbeginn der Planungen mit finanziellen Spenden unterstützt haben, sagten wir zu und sind dann mit 10 Personen, alle bewaffnet mit Gartengeräten und einigen Eimern vom Bauernblatt, vor Ort gewesen. Proviant, wie frisch gebackenen Butter,-Kirschstreusel,- Marmor- und Käsekuchen haben wir mitgebracht. Kaffee und sonstige Getränke wurden vom Hospiz gestellt. Unterstützung erhielten wir noch von einigen Herren des Rotary- Clubs Ahrensburg und Ehrenamtlern, die das Hospiz ständig unterstützen.

Nach getaner Arbeit waren wir alle sehr stolz auf das beeindruckende Ergebnis. Wir stellten fest, dass die Anlage im Ganzen, ob das Gebäude selbst oder der Außenbereich, sehr schön gestaltet wurde. Es bildet einen schönen Rahmen für den letzten Lebensabschnitt der „Gäste“, um ihn sehr human und in Würde zu verbringen. Es ist bewundernswert, was dort geleistet wird!

Es ist eine Einrichtung, die wir gerne unterstützen!

Landfrauen in Zeiten von Corona

Wir vom Landfrauenverein Bad Oldesloe und Umgebung hatten Glück, dass wir unsere Frühstücksveranstaltung am 11. März dieses Jahres noch stattfinden lassen konnten! Einige Tage später wäre es wegen des Versammlungsverbotes nicht mehr möglich gewesen. 

Es wäre auch sehr schade gewesen, denn wir hatten einen interessanten Gast bei uns: einen Wandergesellen des Bäckereihandwerks. Daniel Lorenzen, er kommt aus Joldelund und ist heute Bäckermeister in seiner eigenen Bäckerei mit 70 Angestellten.

Ilse Spiering und Wandergeselle des Bäckereihandwerks Daniel Lorenzen

Er kam in seiner Zunftkleidung. Die Weste im Pepitamuster. Es steht für das Lebensmittelgewerbe. Ein weißes Hemd mit Krawatte, der sogenannten Ehrbarkeit. Der Zylinderhut bedeutet, dass er frei ist, denn Wandergesellen müssen unter 30 Jahre alt sein, unverheiratet und kinderlos, um auf die Walz gehen zu können. Der Ohrring am linken Ohr ist das Zeichen des Wandergesellen und bedeutet, wenn dieser noch im Ohr ist und nicht herausgerissen wurde, dass er kein Schlitzohr ist und sich immer fair auf der Wanderschaft verhalten hat.

Weitere Utensilien sind sein Wanderstab, der Stenz an dem der Charlottenburger hängt. Es ist ein 80 mal 80 cm großes Tuch, in dem alle Habseligkeiten eingebunden sind. Alles muss immer sauber und adrett aussehen. Wichtig ist außerdem noch das Tagebuch. Es ist einmalig und nicht ersetzbar! Schon als Kind träumte Daniel davon, nachdem ihm ein Wandergeselle begegnet ist, auch einmal so auf die Walz zu gehen.

Daniel Lorenzen - Wandergeselle des Bäckereihandwerks
Daniel Lorenzen – Wandergeselle des Bäckereihandwerks

Nachdem er eine Bäckerlehre und ein freiwilliges Jahr in einer Behinderteneinrichtung absolviert hatte, informierte er sich in einer Hamburger Kneipe, in der sich viele Wandergesellen aller Handwerkszünfte treffen, über alle Notwendigkeiten, die zu erfüllen sind, um auf die Walz gehen zu können.- „Drei Jahre und ein Tag“.

In den ersten drei Monaten darf er keinen Kontakt mit Freunden und der Familie aufnehmen (das fiel ihm besonders schwer am ersten Weihnachtsfest in der Fremde) und darf sich während der gesamten Zeit nicht mehr als 50 km seinem Heimatort nähern. Und, damit man nicht bettelarm ist, dürfen 5 Euro mitgenommen werden. Außerdem braucht man einen sogenannten „Bürgen“ (einen Altgesellen) in der ersten Zeit. In Daniels Fall, war es Steffi, eine Schreinerin aus Franken.

Er berichtete, dass er in den allermeisten Fällen unterwegs gut behandelt wurde und viel lernen konnte, ob positiv oder auch wie es nicht sein sollte. Die Wanderschaft hat ihn für das Leben geprägt und aus ihm einen bewussteren und demütigen Menschen gemacht. Die großzügige Gastfreundschaft vieler Menschen hat ihn dankbar gemacht. In den meisten Pfarreien hat er auch mitunter Aufnahme gefunden, wurde aber auch von Gottes Bodenpersonal manchmal abgewiesen. Mit dem Hinweis: nun wäre er soweit gekommen, da könne er auch noch etwas weiter bis zur nächsten Herberge laufen! Und das im Winter bei Eiseskälte, Auch das ist eine Erfahrung, die allerdings enttäuschend ist!

Trotzdem hat er sehr viel Nächstenliebe erfahren können, ob in der großen weiten Welt, wie z.B. Australien, Neuseeland oder sogar Dubai. Hat unter freiem Himmel im „Tausend Sterne Hotel“ genächtigt und von seiner Wanderung, die er zu Fuß vom Bodensee bis Kiel machte, berichtet. Zwischendurch sang er uns Lieder vor, die einem beinahe „Gänsehaut “fühlen ließen. Es war sehr beeindruckend!

Inzwischen ist Daniel verheiratet, ist werdender Vater und will ein Buch schreiben. Er hat uns zweieinhalb Stunden mit seinen spannenden Erlebnissen bestens unterhalten. Dafür gilt ihm ein großer Dank!

Wir wünschen ihm viel Glück für seine Bäckerei, seine Familie und allen seinen Vorhaben in nächster Zukunft!

Auch allen Landfrauen wünschen wir Gesundheit und möglichst keinen Coronafall in der Familie.

Bleiben Sie alle gesund, bis wir uns eventuell nach der Sommerpause wieder treffen können.

Unser Ausflug zur Meierei Möllgaard

Wir hatten einen Halbtagesausflug geplant. Es ging bei noch sehr schönem Herbstwetter nach Hohenlockstedt zum Meierhof Möllgaard. Dort wurden wir sehr herzlich von Herrn Möllgaard, einem pensionierten Meieristen und seiner Mitarbeiterin begrüßt und in einen für die Demonstration der Käseherstellung vorbereiteten Raum geführt. Hier fanden wir alle einen Sitzplatz an fertig gedeckten Tischen. Herr Möllgaard zeigte uns bevor wir eine Käseverkostung hatten, einen Film, der uns den Ort Hohenlockstedt mit seinen dort angesiedelten Firmen und Sehenswürdigkeiten näher erläuterte.

Herr Möllgaard vom Meierhof Möllgaar in Hohenlockstedt
Herr Möllgaard vom Meierhof Möllgaar in Hohenlockstedt

Zwischen den einzelnen Käsekostproben  von mild bis herzhaft und würzig, demonstrierte Herr Möllgaard uns die Käseherstellung im kleinen Rahmen. Dazu bekamen wir Brot und einen von einem Apfelhof in der Nachbarschaft hergestellten leckeren Apfelsaft.

Ganz normale Milchflaschen wurden mit Sahne befüllt und so lange geschüttelt bis sich das Fett von der Milch gelöst hatte und einen schönen Klumpen Butter gebildet hatte
Ganz normale Milchflaschen wurden mit Sahne befüllt und so lange geschüttelt bis sich das Fett von der Milch gelöst hatte und einen schönen Klumpen Butter gebildet hatte

Bevor wir unseren Mittagsimbiss bestehend aus Käsebrötchen, Kaffee und Tee eingenommen haben, durften wir die dazugehörige Butter selbst herstellen. Ganz normale Milchflaschen wurden mit Sahne befüllt und so lange geschüttelt bis sich das Fett von der Milch gelöst hatte und einen schönen Klumpen Butter gebildet hatte.- lecker!

Ein schöner klumpen Butter
Ein schöner klumpen Butter

Zum Abschluss haben wir die Möglichkeit genutzt und im Käseladen noch eingekauft. Zuvor aber zeigte uns Herr Möllgaard noch einen Käselaib. Er ist, nach Aussage von Herrn Möllgaard, volljährig geworden. Das heißt: er ist 18 Jahre alt und immer noch genießbar! Ganz viel Probebohrungen zeugen davon. Unglaublich!

Ein 18 Jahre alter Käselaib
Ein 18 Jahre alter Käselaib

Eigentlich sollte nun unsere Heimfahrt starten. Na ja, wie es bei den Landfrauen so üblich ist, wollten alle gerne noch irgendwo Kaffeetrinken und ein Stück Torte essen. Herr Möllgaard gab uns einen Tipp und so konnten wir ganz in der Nähe in einem an einen Antikladen angeschlossenen Cafe, leckere selbstgebackene Torte und Kuchen genießen. Ein schöner Abschluss, bevor es wieder nach Hause ging.

Leckere selbstgebackene Torte und Kuchen genießen in einem Cafe, dass an einem Antikladen angeschlossenen ist
Leckere selbstgebackene Torte und Kuchen genießen in einem Cafe, dass an einem Antikladen angeschlossenen ist

Jubiläumsfeier zum 70 jährigen Bestehen unseres Vereins

Der 12.September dieses Jahres, war für die Mitglieder des Landfrauenvereins Bad Oldesloe und Umgebung das Highlight des Jahres 2018. Wir konnten das 70 jährige Bestehen unseres Vereins zusammen in der Rohlfshagener Kupfermühle feiern.

Herr Beck und Frau Röhr bei der 70 Jahr Feier
Herr Beck und Frau Röhr bei der 70 Jahr Feier

160 Personen hatten sich angemeldet. Darunter ein Herr, unser neu gewählter Amtsvorsteher Herr Beck. Die neue Bürgerworthalterin der Stadt Bad Oldesloe, Frau Ponto, Frau Kristina Wendt, unsere Kreisvorsitzende der Landfrauenvereine und Frau Ulrike Röhr, die Präsidentin unseres Landesverbandes.

Die Präsidentin unseres Landesverbandes Frau Ulrike Röhr.
Die Präsidentin unseres Landesverbandes Frau Ulrike Röhr.

Nach der Begrüßungsrede unserer 1. Vorsitzenden Frau Jutta Behnk, richteten alle Ehrengäste ein Grußwort an unsere Mitglieder. Frau Behnk erwähnte in ihrer Rede, dass leider keine Gründungsmitglieder mehr leben. Sie konnte aber unsere Ehrenvorsitzende Frau Margret Radtke, Frau Röpke (91 Jahre alt) und aus dem Jahrgang 1930 Frau Ilse Stoffers, Frau Helga Stoffers und Frau Gisela Tjarks, begrüßen. Sie alle nehmen immer noch zur Freude des Vorstandes aktiv an unseren Veranstaltungen teil. Frau Röhr konnte einiges aus dem schriftlichen Nachlass ihrer Mutter zitieren, die bis zu ihrem Ableben Mitglied in unserem Verein war.

Frau Radtke, Frau Behnk, Frau Röpke, Frau Stoffers, Frau Stoffers und Frau Tjarks
Frau Radtke, Frau Behnk, Frau Röpke, Frau Stoffers, Frau Stoffers und Frau Tjarks

Nach den Grußworten der Ehrengäste gab es dann ein köstliches gemeinsames Mittagessen, dass für alle Mitglieder unseres Vereins aus der angesparten Summe, die aus Erträgen des Adventsmarktes bestand, bezahlt wurde. Zwischen Hauptgang und Dessert kam „Trine Schabernack“ (Ilse Spiering) plötzlich dazu und erzählte auf „Plattdeutsch“ einiges aus dem Vereinsleben, dass sich im Laufe des Jahres zugetragen hat. Sie brachte auch eine Überraschung für jeden mit: in 5 Körben befanden sich Tüten mit selbstgebackenen Plätzchen, die fleißige Landfrauen für alle gebacken hatten. Mit Hilfe von 3 weiteren Vorstandsdamen wurden sie an alle Gäste verteilt. Dann konnten alle das inzwischen servierte Dessert genießen.

"Trine Schabernack“ (Ilse Spiering) erzählte auf „Plattdeutsch“ einiges aus dem Vereinsleben, dass sich im Laufe des Jahres zugetragen hat
„Trine Schabernack“ (Ilse Spiering) erzählte auf „Plattdeutsch“ einiges aus dem Vereinsleben, dass sich im Laufe des Jahres zugetragen hat

Bevor es später zur Kaffeetafel ging, trat die Gruppe „Nordlicht“ auf. Sie kamen extra aus Norstedt von der Westküste bei Husum angereist und brachten mit ihren Darbietungen die gesamte Gesellschaft ordentlich in Schwung. Alle sangen und schunkelten mit.

Tortenbüffet zur 70 Jahr Feier
Tortenbüffet zur 70 Jahr Feier

Danach konnte die Tortenschlacht beginnen. Viele Landfrauen hatten die schönsten und leckersten Torten gebacken, die nun zum gemütlichen Abschluss des Festtages beitrugen!

Spielenachmittag

Ohne einen Spielenachmittag geht unsere Jahresplanung nicht, denn er ist nach wie vor sehr beliebt bei unseren Damen. Wie immer wurden Rummykub, Uno, Romme, Canasta, und vieles mehr angeboten. Besonders gefragt sind immer „Mensch ärgere dich nicht“, wo es immer hoch her geht, oder „Skat“. Hier wird sehr konzentriert und zielsicher gespielt.

Preise gab es für jede der Spielerinnen, vom ersten bis zum letzten Platz. So ging niemand mit leeren Händen nach Hause und alle waren zufrieden.

Dezemberveranstaltungen 2017

In diesem Jahr haben wir mit unserer Weihnachtsfeier am 05.12. den Adventsmonat eingeläutet. Der Saal in Berns Gaststätte in Mollhagen war wie immer sehr gut mit uns Landfrauen gefüllt und durch die hübsch dekorierten Tische und dem leuchtenden Tannenbaum kam schon gleich eine festliche Stimmung unter uns auf.

Nach einleitenden Worten unserer Vorsitzenden gab es zunächst eine Kaffeestunde und dann kamen die „Mollikids“, der Kinderchor der Grundschule Mollhagen unter der Leitung von Frau Wulf.  Es wurde sehr feierlich durch die von den Kindern sehr lebendig vorgetragenen Weihnachtslieder. Zuletzt stimmten die Landfrauen mit ein und waren ganz begeistert von dem schönen Adventsnachmittag.

In den darauf folgenden Tagen mussten wir uns auf den bevorstehenden Adventsmarkt in der Stormarnhalle am 2. Adventswochenende konzentrieren, da wir wieder zugesagt hatten, das kulinarische Zelt vor der Halle und das Landfrauencafe in der Halle zu betreiben. Hierfür waren viele Vorbereitungen zu treffen. Wir haben alle Anforderungen durch die Mithilfe von vielen fleißigen Händen geschafft. Vielen, vielen Dank für die große Hilfe! Einen Teil des Erlöses können wir nun wieder an bedürftige Organisationen spenden.

Adventsmarkt in Braunschweig
Adventsmarkt in Braunschweig

Nach dieser großen gemeinsamen Anstrengung freuten wir uns nun auf unsere Reise zu den Adventsmärkten nach Braunschweig und Wolfenbüttel. Winterlich gab sich die Wetterlage gerade nicht. Aber wir hatten Glück. Immer, wann und wo wir uns gerade aufgehalten haben, war Petrus mit uns gnädig und schickte sogar mal ein paar Sonnenstrahlen auf uns herab (hatten wir eigentlich auch verdient, jedenfalls meinten wir das). Zeitig in Braunschweig angekommen, hatten wir eine geführte Stadtrundfahrt. Es war gut, dass wir im Bus saßen, denn es fing doll an zu schneien. Wunderschön anzusehen, nur blieb der Schnee nicht liegen. Er war zu nass. Wir haben die ganze Stadt vom Bus aus kennengelernt. Das hätten wir sonst während unseres kurzen Aufenthaltes niemals schaffen können. Am Nachmittag hatten wir dann Zeit genug, den sehr schön in der Innenstadt gelegenen Weihnachtsmarkt zu erobern.

Am nächsten Tag, konnten wir ausschlafen und gemütlich frühstücken, um dann unsere Weiterfahrt nach Wolfenbüttel anzutreten. Die Orte liegen nicht sehr weit auseinander und so waren wir schon am späten Vormittag in der Stadt. Dort wurden wir von zwei Gästeführern erwartet und somit auch in zwei Gruppen eingeteilt, um die Stadt kennen zu lernen. Sie ist sehr schön an dem Flüsschen Oker gelegen und hatte so bekannte Bürger, wie den Dichter Gotthold Ephraim Lessing, der dort als Bibliothekar tätig war, oder auch den als Lügenbaron in die Geschichte eingegangen Baron von Münchhausen. Ebenfalls der Dichter Wilhelm Raabe und auch der Dichter und Zeichner Wilhelm Busch (man denke nur an die Geschichten von Max und Moritz), waren hier zu Hause. Nach der Stadtführung mussten wir uns dann doch in einigen Lokalitäten etwas aufwärmen, denn es war sehr nasskalt an diesem Vormittag. Genügend Zeit bis zur Heimfahrt blieb uns noch, um über den etwas kleineren Weihnachtsmarkt als in Braunschweig zu bummeln.

Wilhelm-Busch-Denkmal in Wolfenbüttel
Wilhelm-Busch-Denkmal in Wolfenbüttel

Natürlich wurden die duftenden frisch gebrannten Mandeln mit nach Bad Oldesloe genommen. Sie waren für die daheim Gebliebenen gedacht.

Die Heimfahrt verlief zügig und so kamen wir am Abend wieder heil und müde in Bad Oldesloe an. Unsere Christel hatte wieder Nikolaus gespielt und so lag dann auch noch für jede Reiseteilnehmerin eine kleine Überraschung auf deren Sitz. Vielen Dank dafür!

Es war ein schöner Landfrauen- Jahresabschluss für alle. Wir freuen uns auf neue Veranstaltungen im Jahr 2018!

Karpfenessen im Forsthaus Bolande

Im November haben wir Oldesloer Landfrauen immer eine Mittagsveranstaltung in unserem Programm. So trafen wir uns in diesem Jahr am 09.11. in Reinfeld im Forsthaus Bolande, um den diesjährigen Karpfen zu verkosten. Geliefert wurde er von der Teichwirtschaft Seefeld und ganz köstlich zubereitet von der Küche des Gasthofs Bolande.

Karpfenessen im Forsthaus Bolande
Karpfenessen im Forsthaus Bolande


Dazu hatten wir Herrn Wenskus, den Pächter des Reinfelder Herrenteiches eingeladen, um uns etwas über die Teichwirtschaft zu erzählen. Leider musste er kurzfristig absagen, weil durch die widrigen Witterungsverhältnisse in diesem Herbst das Ablassen des Herrenteiches immer wieder verschoben werden musste und es nun doch endlich passieren sollte. Dafür hatten wir natürlich vollstes Verständnis und haben uns den köstlichen heimischen Fisch trotzdem munden lassen!

Erntedank mit Autorenlesung 2017

Unseren Erntedank haben wir Oldesloer Landfrauen in diesem Jahr in der Kirche zu Tralau gefeiert.

Um 13.00 Uhr war die Kirche mit uns Landfrauen sehr gut gefüllt und Pastor Schark hielt für uns den Gottesdienst nach altbewährter Tradition und auch mit humorvollen Bemerkungen ab.

Erntedankfeier in der Kirche zu Tralau
Erntedankfeier in der Kirche zu Tralau

Da wir Fahrgemeinschaften gebildet hatten, trafen wir uns bei den Autos wieder und fuhren dann im Corso nach Neversdorf zur gemeinsamen Kaffeestunde.

Im Gasthof Waidmann´s Ruh wurden wir mit leckeren Torten und Kuchen verwöhnt.

Nun erwartete uns aber noch etwas sehr spannendes: Der Schriftsteller Jörg Böhm stellte uns seinen Kreuzfahrtkrimi „Das Moffenkind“ vor.

Der Schriftsteller Jörg Böhm stellt sein Kreuzfahrtkrimi „Das Moffenkind“ vor.
Der Schriftsteller Jörg Böhm stellt sein Kreuzfahrtkrimi „Das Moffenkind“ vor.

(Moffenkinder wurden Kinder in Holland genannt, die aus Beziehungen von Holländerinnen und deutschen Soldaten während des zweiten Welt Krieges hervor gingen). Es geht in diesem Krimi um das über viele Jahrzehnte gut gehütete Geheimnis der Seniorchefin einer Kaffeerösterei, die mit ihrer Familie eine Kreuzfahrt unternimmt. In den Pausen während der Lesung erklärte Herr Böhm immer wieder die Zusammenhänge und die Beziehung der agierenden Personen zueinander, ohne es an Spannung auf das nächste Kapitel fehlen zu lassen.

Das Ende zu erlesen überließ er dann uns Landfrauen, natürlich mit dem Hintergedanken, dass wir das Buch bei ihm erwerben würden. Was dann auch geschah.

Herr Böhm signiert uns sein Buch
Herr Böhm signiert uns sein Buch

Einige Damen unter uns buchen selber gern Kreuzfahrten für Urlaubsreisen und waren darauf hin ganz gespannt auf das Buch.

So hatten wir einen von Spannung getragenen Erntedanknachmittag!

Landfrauenreise nach Masuren vom 9.- 17. September 2017

Es war am Morgen unserer Abreise wie immer in diesem Jahr: Norddeutsches Schmuddelwetter, will heißen, es regnete! Wir ließen uns dadurch unsere Freude auf die Reise aber nicht nehmen. Nachdem uns unser neuer Busfahrer Herr Lange (er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein langer) und unsere Reise- Christel uns begrüßt hatten, ging es also gen Osten. Die Fahrt durch Meckpom, über Berlin und Stettin bis zur ersten Übernachtung in Schneidemühl (Pila) verlief reibungslos. Bis zum Abendessen hatten wir sogar noch Zeit, auf der Terrasse des Hotels bei plötzlich schönem Wetter, noch einen Aperitif einzunehmen.

Auf der Terrasse des Hotels in Schneidemühl (Pila) konnten wir bei schönem Wetter einen Aperitif einnehmen.
Auf der Terrasse des Hotels in Schneidemühl (Pila) konnten wir bei schönem Wetter einen Aperitif einnehmen.

——es war der Beginn von neun schönen Tagen——–

Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen (Monika hatte Geburtstag) ging es weiter über Thorn (Torun). Dort ist unsere Reiseführerin Izabel zu uns gestoßen. Sie hat uns während unserer Reise durch Masuren begleitet.  Sie war ein richtiger Glücksgriff für uns. Ihre Aussprache war in einem sehr guten deutsch, klar und für alle verständlich. (Die deutsche Sprache hatte sie als Au Pair Mädchen in der Nähe von Stuttgart in ihrer Jugendzeit erlernt).

Mit ihr machten wir eine kleine Stadtrundfahrt in Thorn und stiegen in der von gotischen Gebäuden geprägten Altstadt aus. Wir erfuhren, dass Thorn die Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus ist und der Ort auch seit dem Mittelalter schon als „Pfefferkuchenstadt (Miastro Piernikow)“ bekannt ist.

Statue in Thorn, der Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus
Statue in Thorn, der Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus

Selbst der berühmte Komponist Frederik Chopin, der als junger Mensch dort lebte, hat den Pfefferkuchen schon gern gegessen. Interessant und lustig berichtete Izabel über Land und Leute. Zum Beispiel waren wir doch sehr erstaunt darüber, dass in dem katholischen Polen in der Region Masuren die Bevölkerung evangelischen Glaubens ist.

Im Ermland dagegen wieder alle Menschen der katholischen Glaubensrichtung angehören. Alle Polen sind sehr stolz auf ihren polnischen Papst Karel Wojtyla (Johannes Paul der II). Das war immer wieder zu spüren.

Alle Polen sind sehr stolz auf ihren polnischen Papst Karel Wojtyla (Johannes Paul der II)
Die Polen sind sehr stolz auf ihren polnischen Papst Karel Wojtyla (Johannes Paul der II)

Während unserer Fahrt zu unserem Aufenthaltsort Sensburg (Szestno) kamen wir auch durch Osterode (Ostroda) und Allenstein (Olsztyn). Alle Orte waren blitzsauber und gepflegt! Wir erfuhren, dass in Polen sich alle Sozialhilfeempfänger zur Sauberhaltung der Städte betätigen müssen, weil sonst die staatlichen Hilfen gestrichen werden! Das ist doch sehr lobenswert!

Unser Hotel war sehr weitläufig angelegt, sodass wir immer gut zu Fuß sein mussten, um ins Restaurant zu gelangen. Alles aber zu ebener Erde und mit einem großen SPA Bereich, was die meisten Damen auch genutzt haben.

Izabel war um neun Uhr am 3. Tag bei uns im Hotel und so kamen wir zeitig los, um den vor uns liegenden Tag zu nutzen. Die schöne Landschaft mit ihrer Seenplatte und den Wäldern begeisterten uns. Vorbei ging es an Rastenburg (Ketrzyn) mit der Wolfsschanze, Hitlers Hauptquartier. Ein besonderes Highlight sollten wir an diesem Vormittag in Heiligelinde (Swieta Lipka) mit seiner berühmten Wallfahrtskirche haben.

Ein besonderes Highlight in Heiligelinde (Swieta Lipka) war seine berühmte Wallfahrtskirche
Ein besonderes Highlight in Heiligelinde (Swieta Lipka) war seine berühmte Wallfahrtskirche

Der Ort liegt zwischen Rastenburg und Rössel (Reszel). Eine wunderschöne im Barockstil erbaute Kirche mit einer imposanten Orgel. Wir wurden in der polnischen und deutschen Sprache von einem Pfarrer begrüßt und konnten ein zauberhaftes Orgelkonzert erleben. An der Orgel bewegten sich während des Spiels in Abständen Maria, Engel und Trompeter. Sehr beeindruckend! Ein großes Bildnis der Maria mit dem Jesuskind, auf die die Geschichte der Wallfahrtskirche begründet ist, war ebenfalls zu bestaunen.

Die Kirchenorgel in der Wallfahrtskirche zu Heiligelinde (Swieta Lipka)
Die Kirchenorgel in der Wallfahrtskirche zu Heiligelinde (Swieta Lipka)

Mittags konnten wir noch im Ort eine wärmende Suppe zu uns nehmen. Izabel wusste immer ein gutes Lokal, wo man mit so einer großen Gruppe zu Mittag einkehren konnte und gut bedient wurde. Danach führte unser Weg nach Zondern, wo uns Frau Christel Dickti auf ihrem schönen Anwesen (Scheune mit Museum, Pension und Café) begrüßte. Dort wurden wir mit frisch gebackenem Hefekuchen und Kaffee lecker bewirtet. Das dauerte eine ganze Weile, da auch noch eine zweite Reisegesellschaft eingetroffen war. Im Anschluss daran wurden wir von ihr in ihrem großen Gartenhaus in ostpreußischem Dialekt humorvoll unterhalten.

Hotel Christel in Zondern mit dem schönen Anwesen
Hotel Christel in Zondern mit dem schönen Anwesen

Der nächste Tag war busfrei und so hatten wir die Möglichkeit die Stadt Sensburg fußläufig zu erkunden. Herr Lange begleitete uns an der Seepromenade des Schoss-(Scos)-Sees entlang bis in die Innenstadt. Wir sahen zum Teil sehr schön restaurierte Häuser aber auch noch viele marode Gebäude. Hier hatten wir die Gelegenheit einen sogenannten Bauernmarkt zu besuchen. Gesehen haben wir aber leider nur ganz wenige Bauern mit ihren Produkten wie Honig, Gemüse, Pilze und Früchte. Ein Stand mit Blumengestecken (alle künstlich) für die Friedhöfe konnten wir entdecken. Körbe und sehr viele Stände mit günstiger Bekleidung waren vorhanden. Wir nahmen uns etwas an Kuchen aus der Stadt mit, den wir dann nach einer geruhsamen Mittagspause auf einer unserer Terrassen mit selbstgekochtem Kaffee gemütlich bei einem Klönschnack verzehrt haben.

Am nächsten Morgen begrüßte uns wieder Izabel vor dem Hotel und erzählte uns dann während der Fahrt, was es mit der Bärentatze im Wappen von Sensburg auf sich hat. Es ist eine Legende, die besagt, dass vor langer Zeit ein großer Bär in der Gegend sein Unwesen getrieben hatte. Er hatte einem Bauern auf dem Feld Tiere gerissen. Der Bauer erzählte daraufhin dem Jäger davon und der ersann eine List: er mischte Honig und Schnaps und stellte es verlockend für den Bären hin, damit dieser das Gebräu trinken sollte. Der ließ sich nicht lange bitten und genoss es in vollen Zügen, um nach dem Genuss sogleich einzuschlafen. Der Jäger nutzte die Situation und schnitt dem Bären mit einer Sense die linke hintere Tatze ab. Seitdem heißt der Schnaps „Bärenfang“.

Es war eine nette Geschichte während der Fahrt nach Nikolaiken (Mikolaiki). – Wir bekamen an diesem Morgen zwar keinen Bärenfang während der Fahrt serviert aber einen Sekt, den Bianca ausgegeben hatte, denn sie hatte Geburtstag. – So kamen wir schon etwas belustigt in der wunderschönen Kleinstadt an. Sie liegt am Spirdingsee. Im Hafen wartete schon ein Schiff auf uns, mit dem wir dann eine kleine Kreuzfahrt auf dem 13 km breiten und 8 km langen Gewässer unternommen haben. Die Sonne verwöhnte uns an Deck.

Brunnen zum Gedenken an die Legende vom Fischkönig
Brunnen zum Gedenken an die Legende vom Fischkönig

Wir erfuhren von Izabel eine zweite Legende, die besagt: „Unter der alten Fußgängerbrücke befand sich ein großer Fisch im Wasser, den die Fischer gefangen hatten und ihn daraufhin auch ausgestellt haben (einen großen Stint mit Krönchen auf dem Kopf). Der Stintkönig sagte zu den Fischern, wenn sie ihn schlachten würden, hätten sie auf absehbare Zeit keine Fische mehr im See und müssten hungern. Wenn sie ihn aber wieder in den See lassen würden, hätten sie immer genügend Fische in ihren Netzen, um die Bevölkerung ernähren zu können. Das taten die Fischer auch und so feiern die Nikolaiker seither in jedem Sommer ein Fischerfest, an dem der Bürgermeister als Fischer verkleidet den nachgeahmten Fisch wieder im Wasser versenken muss.“

In Nikolaiken hatten wir über Mittag eine kleine Freizeit um etwas zu essen und sind nachmittags dann durch die Johannisburger Heide bis zu dem Ort Kristyn gefahren. Dort hatten wir die Möglichkeit mit Stocherkähnen auf dem Fluss Krisztyna (er ist 99 km lang), die von „Gondolieren“ gesteuert wurden, zu fahren. Es ist ein sehr klarer naturbelassener Fluss, in dem sich kleine Fische tummeln. Auch der Biber ist dort tätig. Die Tiefe des Flusses beträgt stellenweise 40 cm aber es kann auch bis zu 1 m sein.  Nachdem wir wieder angelandet waren, konnten wir bei einer extra für uns angeforderten Einwohnerin des Ortes noch getrocknete Pilze, um sie mit nach Hause zu nehmen. Geruhsam fuhren wir zum Hotel zurück.

Mit Stocherkähnen auf dem Fluss Krisztyna
Mit Stocherkähnen auf dem Fluss Krisztyna

Am nächsten Morgen schien die Sonne zunächst noch während unserer Fahrt über Ortelsburg (Szcytno), der südlichst gelegenen Stadt von Masuren, bis nach Hohenstein (Obstynek). Es ist ein Freilichtmuseum. Hier sind alte Bauernhäuser, alles Holzbauten, von ihrem alten Standort in Ostpreussen und dem Weichselgebiet abgebaut und im Museum originalgetreu wiederaufgebaut worden. Vor jedem dieser Häuser befindet sich ein kleiner Garten und so konnten wir sehen, wie die Menschen dieser Zeit als Selbstversorger gelebt haben.

In jedes Haus konnten wir hineingehen. In dem kleinen Restaurant dort haben wir zu Mittag essen können und sind dann in aller Gemütlichkeit wieder zurück zum Hotel gefahren, damit jeder nach Lust und Laune den Tag ausklingen lassen konnte.

Izabel holte uns am nächsten Morgen wie verabredet um 9.00 Uhr ab, um mit uns eine Rundfahrt durch das Ermland zu unternehmen. Sie erzählte viel über Land und Leute, über die Politik in Polen und über die Landwirtschaft.- Die größten Höfe oder auch LPG´s sind 100 – 1000 ha groß. Es wird hauptsächlich Weizen, Gerste, Roggen, Raps und Futtermais angebaut. Auch in Polen hatte der Wettergott es den Landwirten durch das schlechte Wetter nicht gerade leicht gemacht. Wir sahen Felder mit Getreide, die noch nicht abgeerntet waren. Es gibt ganz wenig Solarstrom. Nur für den Eigenbedarf, weil es vom Staat nicht gefördert wird.

Gewürzgarten in der wunderschönen Ordensburg in Roessel (Reszel)
Gewürzgarten in der wunderschönen Ordensburg in Roessel (Reszel)

In Roessel (Reszel) angekommen, konnten wir die wunderschöne Ordensburg, die zum Hotel umgebaut wurde, bewundern. Hier hat ein mutiger Hotelier viel Geld investiert und das geschichtsträchtige Gebäude im originalen Stil, kombiniert mit modernen Elementen, wieder saniert.- Bewundernswert!!! Dort konnten wir im Hotelrestaurant unser Mittagessen einnehmen und danach den Ort erkunden. Es ist eine nette Kleinstadt mit gut restaurierten Bürgerhäusern. Auch hatten wir die Idee, noch einmal am Bus Kaffee zu trinken, den Herr Lange für uns kochen würde.

Damit der nicht „zu trocken“ sein würde, haben einige Damen noch in Roessel leckeren Hefekuchen gekauft. Den nahmen wir mit auf dem Weg über Heilsberg (Lidzbark Warminski) nach Liesken. Izabell hatte dies möglich gemacht, nachdem wir ihr erzählt hatten, dass bei uns im Dorf Grabau nahe bei Bad Oldesloe, ein Treck mit Flüchtlingen gegen Ende des 2. Weltkrieges ankamen und dort auch sesshaft wurden. Das große Gut in Liesken und auch in Grabau waren zu der Zeit staatliche Remonte- Güter. Dort wurden junge Pferde für den Krieg ausgebildet. Hier konnten wir den Bus parken und haben dann, nachdem wir uns den Gutshof angesehen haben, am Bus unsere Kaffeepause abgehalten. Während wir unsere Pause dort genossen haben, kam eine Frau mit ihrem Fahrrad geschoben, an dem große Taschen prallgefüllt mit frisch gesammelten Pilzen hingen. Sie konnte etwas Deutsch, und so haben wir uns mit ihr unterhalten können. Besonders unsere älteste Landfrau Helga (86 Jahre jung) fand die Unterhaltung mit der Einwohnerin  von Liesken ganz spannend. Wie sie uns verständlich machte, arbeitet sie zeitweilig in Deutschland als Pflegerin. Ihr Mann arbeitet auf dem Gut, wo immer noch Pferdezucht betrieben wird. Natürlich haben wir auch Fotos machen können, die wir dann auf einem Bildernachmittag den gebürtigen Lieskern bei uns zu Hause zeigen möchten. Voll von interessanten Eindrücken sind wir dann wieder ins Hotel zurückgekehrt.

Nun hieß es leider Abschied nehmen von Izabel, was uns und auch ihr schwergefallen ist. Bei ihr und auch bei einigen von uns standen Tränen in den Augen, weil wir mit Ihr eine sehr schöne und interessante Zeit verleben durften. Die Tage waren auch durch persönliche Geschichten, die sie uns erzählte, unterhaltsam ausgefüllt. – Wir hofften alle, dass wir uns eventuell einmal wiedersehen. –

Am nächsten Morgen brach dann die Rückreise für uns an. Sie führte uns über Stettin, wo wir eine Zwischenübernachtung hatten, bevor es wieder nach Schleswig- Holstein zurückging.

In Stettin (Szczecin) angekommen, trafen wir unsere dortige Gästeführerin. Sie zeigte uns fußläufig in einem leider sehr kurzen Zeitrahmen am frühen Sonntagmorgen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um den Schlossberg mit dem Schloss der ehemaligen pommerschen Herzöge. Den sehr schönen Park Jasne Blonia und die Hakenterrassen am Ufer der Oder. Hier konnten wir zum krönenden Abschluss noch ein Gruppenfoto mit allen Reiseteilnehmerinnen machen. Wir meinten, Stettin wäre noch einmal eine Reise extra wert. Bevor wir aber in unserem Hotel zur Zwischenübernachtung eingecheckt haben, konnten wir noch einen sogenannten Polenmarkt kurz vor der Grenze besuchen, auf dem noch einige Mitbringsel für zu Hause erstanden wurden.

Gruppenbild in Stettin
Gruppenbild in Stettin

Nach einer geruhsamen Nacht konnten wir unsere endgültige Heimreise antreten. Heil und voll von vielen neuen Eindrücken, die es erst einmal zu verarbeiten galt, kamen wir nach einer reibungslosen Rückfahrt in Bad Oldesloe an. Unser aller Dank galt unserer Reise- Christel und natürlich Herrn Lange, unserem Busfahrer!

Tagesausflug zum Landgut Stemmen am Rande der Lüneburger Heide

Unser neues Landfrauenjahr beginnt immer mit einem Tagesausflug. In diesem Jahr ging es an den Rand der Lüneburger Heide zum Landgut Stemmen.

Hier wurden wir nett begrüßt und auf das 10 Gänge Menue vorbereitet: jeder einzelne Gang, der serviert wurde bestand aus Kartoffeln.

Kartoffelmenü im Landgut Stemmen
Kartoffelmenü im Landgut Stemmen

Es begann mit einem Kartoffelschnaps als Apperitif und endete zunächst mit dem 9. Gang. Zwischendurch wurden uns kleine Geschichten um Lachen dargeboten. Das Ganze zog sich dann über etwa 2 Stunden hin.

Vor dem 10. Gang besuchte uns eine Gästeführerin, um mit uns zum Heimatmuseum nach Scheeßel in der Scheeßeler Tracht in den Farben schwarz (für das Land), grün (für den Wald) und violet (für die Heide).

Da leider die Gebäude geschlossen waren, kam bei allen Damen der Wunsch auf, noch einen Abstecher in die Heide zu unternehmen.

Das wurde verwirklicht und alle waren zufrieden.

Gruppenbild auf dem Landgut Stemmen
Gruppenbild auf dem Landgut Stemmen

Nun fuhren wir wieder zurück zum Landgut und freuten uns auf eine gute Tasse Kaffee und die versprochene Kartoffeltorte. Satt und zufrieden fuhren wir bei schönstem Spätsommerwetter nach Bad Oldesloe zurück.