Fahrt ins Salzburger Land vom 07.09.-14.09.2007

Am Freitag den 07.09.07 trafen wir 41 Landfrauen uns alle am Bahnhof in Bad Oldesloe, wo unser Bus der Firma Neubauer aus Flensburg schon auf uns wartete. Schnell hatten unsere beiden Busfahrer Herr Schneider und Herr Pöhlsen unsere Koffer verladen, damit es losgehen konnte. Leider bemerkten wir, dass es einer der Damen nicht gut geht, was die betreffende Person aber selbst nicht so richtig wahrnahm. Nach einiger Verzögerung ging es trotzdem los. Die Sonne ging auf, doch wir konnten uns nicht so richtig freuen, da der Zustand unserer Mitfahrerin sich zusehends verschlechterte. Am Walsroder Dreieck, Raststätte Allertal benachrichtigten wir den Notarzt und Krankenwagen vom Roten Kreuz, der die Dame untersuchte und einen leichten Schlaganfall bei ihr feststellte. Somit musste sie ins Walsroder Krankenhaus, wo sie gut und fachgerecht versorgt wurde. Unsere Fahrt ging nun unbesorgt bei noch schönem Wetter weiter. Leider regnete es in Süddeutschland und in Österreich und wir kamen gegen 22:00 Uhr in Flachau im Pongauer Hof an. Unsere Wirtin begrüßte jeden von uns einzeln und wünschte uns einen schönen Aufenthalt in ihrem 4 Sterne Hotel. Wir bekamen unsere Zimmer zugewiesen und spätestens nach dem Abendessen, was eigentlich ein Nachtmahl war, stellten wir alle fest: hier würden wir gut aufgehoben sein. Inzwischen hatten wir nun auch erfahren, dass unsere Patientin in Walsrode im Krankenhaus gut versorgt wurde und ihre Kinder die Mutter besuchen konnten. Somit konnten alle beruhigt schlafen gehen.

Erster Tag:

Der erste Urlaubstag begann nach 8:30 Uhr für uns alle mit einem ausgedehnten guten Frühstück. Gut gesättigt fuhren wir ganz gemütlich um 11:30 Uhr bei gutem Wetter los. Die Fahrt ging zu den Krimmler Wasserfällen im Nationalpark Hohe Tauern. Es ging durch grüne Täler und auf den Bergspitzen sahen wir den ersten Schnee blitzen. Die Bergbauern mussten schon ihr Vieh vorzeitig von den Bergalmen abtreiben, weil sie vom Schnee überrascht wurden. Bei den Wasserfällen angekommen, konnte jeder je nach Kraft und Laune drei verschieden hohe Aussichtspunkte erklimmen und die 390m hohen Wasserfälle bestaunen. Sie stürzen über drei Stufen in die Tiefe – ein beeindruckendes Schauspiel!!

Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern
Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern

Zurück am Bus haben wir unseren selbstgebackenen Kuchen verspeist und Herr Pöhlsen hatte schon Kaffee für uns bereit. Gut gestärkt ging die Fahrt nun weiter nach Zell am See, wo wir noch einen schönen Spaziergang entlang der Seepromenade machen konnten. Gegen 18:45 Uhr endete unser Ausflug am Hotel, und wir konnten mit einem sehr guten Abendessen und einem späteren Umtrunk in der Bar den Tag beschließen.

Zweiter Tag:

Gut ausgeruht und nach dem guten Frühstücksangebot des Hotels, ging es bei leider regnerischem Wetter  los. Unsere Fahrt führte uns durch das Salzkammergut an den bekannten Seen wie Mondsee, Traunsee, Hallstätter See und nicht zuletzt den Wolfgangsee vorbei. In St. Wolfgang machten wir Station, und jeder konnte auf eigene Faust den Ort erobern. Leider ließ das Wetter nicht viele Möglichkeiten zu und die allermeisten von uns trafen sich im Cafe des Hotels “ Zum weißen Rössl“ wieder, um eine Kleinigkeit zu speisen und einen Kaffee zu trinken. Danach ging es Zurück zum Bus und Herr Pöhlsen fuhr mit uns Zurück zum Hotel. Wir kamen gegen 17:30 Uhr im Hotel an und konnten uns auf das Abendessen freuen, das wie jeden Tag sehr reichhaltig und köstlich war! Später verbrachte jeder den Abend je nach Lust und Laune. Einige zum Klönen in der Bar mit einem kleinen Umtrunk, oder auch in dem im Ort befindlichen Musikstadl.

Dritter Tag:

Am Montag standen wir mit der Sonne auf und nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir durch das Lammer Tal rauf auf den Pass. In Annaberg begegneten wir einer Trachtenkapelle, die musizierend durch den Ort lief. Oben auf dem Pass angelangt hielt Herr Pöhlsen an, und wir konnten bei herrlichem Sonnenschein eine Schneeballschlacht veranstalten. Einige schöne Fotos entstanden. über Mittag hatten wir einen Aufenthalt in Maria Alm. Danach ging es weiter nach St. Johann mit einer Besichtigung des Doms und einer netten Kaffeepause auf der Terrasse eines Cafes. Auf der Rückfahrt blieb genügend Zeit für die Liechtensteinklamm. Fast alle gingen mit. Die tosenden Wildwasser beeindruckten uns sehr. Sie haben sich im Laufe der Jahrhunderte ganz tief in die Schlucht geschnitten. Wir hatten das Gefühl, dass dieses Wasserrauschen uns noch in den Schlaf begleiten würde. Aber zuvor konnten wir noch das leckere Abendessen genießen und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Jeder auf seine Wiese.

Vierter Tag:

Am nächsten Morgen – wir sahen aus dem Fenster: nach Sonne folgt Regen. Salzburg stand auf dem Programm. Also: „Salzburg im Regen!“, wie es schon viele vor uns erlebt haben!! Wir ließen uns nicht entmutigen und fuhren um 10:00 Uhr los. Gegen 11:30 Uhr waren wir dort und hatten Zeit bis 16:30 Uhr. Herr Pöhlsen setzte uns ab und konnte in der Zeit den Bus in einer Werkstatt warten lassen. Wir eroberten in kleinen Gruppen die Stadt unter dem Regenschirm. Die Allermeisten machten eine Kutschfahrt. Da saß man im Trockenen und konnte aus dem Fenster die wichtigsten Sehenswürdigkeiten begutachten. Wir liefen durch die Getreidegasse mit ihren kleinen Geschäften, sahen das Mozarthaus, wo einige eine Kleinigkeit zu sich genommen haben. Die Residenz mit ihren Prunkräumen beeindruckte uns sehr und mit einer Seilbahn ging es hinauf auf die Hohensalzburg. Kleine Einkäufe, wie Mozartkugeln oder sonstige Andenken schlossen den Nachmittag ab und es ging wieder ins Hotel zum Abendessen. – Wie immer sehr lecker!-

Fünfter Tag:

Für den Mittwoch beschlossen wir, dass wir alle abends in den Musikstadl gehen. Die Wirtin wollte uns gleich morgens die Eintrittskarten besorgen. Die Sonne schien und den Vormittag hatten wir zur freien Verfügung. Nachmittags stand eine Kaffeefahrt nach Kleinarl an, wo wir im Sonnenschein noch einen Rundgang um den Jägersee gemacht haben. Die Überraschung kam noch: Wir haben, dank der Beziehung einer Mitfahrerin, unsere Kaffeestunde bei der bekannten österreichischen Skiläuferin Frau Annemarie Moser-Pröll in ihrem Cafe verleben können. Dort konnten wir ihre im Laufe ihrer Kariere errungenen Medaillen und Pokale bestaunen, die in Glasvitrinen ausgestellt waren. Nach der gemütlichen Kaffeepause mit leckeren Torten und Kuchen ließ sich Frau Moser-Pröll zu aller Freude zu einem Gruppenfoto mit ihr zur Erinnerung überreden.

Kaffeestunde bei der bekannten österreichischen Skiläuferin Frau Annemarie Moser-Pröll
Kaffeestunde bei der bekannten österreichischen Skiläuferin Frau Annemarie Moser-Pröll

Danach ging es heimwärts nach Flachau. Dort erfuhren wir dann von der Wirtin, dass es mit dem Heimatabend im Musikstadl nichts werden würde, weil sie keine Karten mehr bekommen hatte. Damit wir nicht zu sehr enttäuscht waren, hatte sie sich schon Gedanken zu einer Alternative gemacht und alles mit Frau Christel Stoffers, unserer Reiseleiterin aus dem Verein, besprochen. Nach dem Abendessen kam dann die Überraschung: Die Wirtin hatte ihren Schwager, einen Alleinunterhalter mit Akkordeon, überreden können, den Abend mit musikalischen Einlagen zu gestalten. Auch die Wirtin hat mitgesungen. Er animierte einige Damen aus unserer Runde mitzumachen und stellte eine kleine Musikkapelle mit ihnen zusammen. Alle haben mitgesungen und es wurde zu aller Zufriedenheit ein sehr lustiger Abend. Ein wunderschöner Tag ging zu Ende und wir freuten uns auf den nächsten und letzten Tag unserer Reise, den wir zur freien Verfügung hatten, weil dem Busfahrer vom Gesetz her ein Ruhetag zusteht. Es wurde ein sehr schöner Tag, an dem uns die Sonne verwöhnte. Wir konnten Flachau durchwandern und kennen lernen. Der Ort liegt schon auf einer Höhe von 920m und die Berge rundherum bis 2500 m. Viele haben die Zeit genutzt und sind mit der Seilbahn auf den Hausberg gefahren und dort gewandert. Jeder konnte den Tag auf seine Weise verbringen und alle freuten sich auf das Abendessen. Die Wirtin hatte uns zum Abschied ein 6- Gänge- Menü angekündet. Es war vom Feinsten!! Zum Schluss bedankte sich unsere 1. Vorsitzende Frau Magret Radtke im Namen aller Damen bei ihr und überreichte ihr und dem Personal einige mitgebrachte Köstlichkeiten aus unserer Heimatstadt Bad Oldesloe, worüber sich die Wirtin sehr freute. Ein Spieleabend, an dem alle teilnahmen, rundete unseren gemeinsamen Abend ab. Inzwischen hatte Herr Pöhlsen schon unsere Koffer verladen, sodass wir am nächsten Morgen ohne Hetze nach einem zeitigen Frühstück ab 6.00 Uhr dann um 7.00 Uhr unsere Heimreise antreten konnten.

Sechster Tag:

Wir fuhren mit dem Sonnenaufgang und die Berge mit ihren weißen Mützen grüssten uns noch einmal zum Abschied. Herr Pöhlsen fuhr- wie wir es von ihm gewohnt sind – in seiner besonnenen und sicheren Fahrweise mit uns in unsere norddeutsche Heimat. Unterwegs haben wir noch in Bad Brückenau in der Rhön zu Mittag gegessen und dann ging es weiter bis Göttingen, wo Herr Schneider den Bus wieder übernahm und die Fahrt in sicherer Weise mit uns beendete. Inzwischen unterhielt uns Herr Pöhlsen  mit lustigen Geschichten und Witzen und zeigte uns zum Abschluss einen Film über die Stadt Salzburg. Es verkürzte die Zeit bis zur Ankunft in Bad Oldesloe. Vorher bedankten wir uns noch bei unseren beiden Busfahrern für die angenehme und sichere Fahrt und besonders bei Frau Christel Stoffers für die Mühe, die sie sich immer macht, um alles in die richtigen Bahnen zu lenken. Inzwischen hatten wir auch erfahren, dass unsere Patientin sich auf dem Wege der Besserung befindet und in ihr heimatliches Krankenhaus verlegt werden konnte. Eine schöne und interessante Woche ging zu Ende und wir alle freuen uns auf eine erneute Reise in hoffentlich guter Gesundheit.

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