Martinsgansessen am 12.11.2014

In diesem Jahr fiel unsere Mittagsveranstaltung auf den 12. November.

Martinsgansessen bei „Mäcki“ in Rethwischfeld
Martinsgansessen bei „Mäcki“ in Rethwischfeld

Da das Datum dicht am Martinstag liegt, lag der Gedanke nahe, ein Martinsgansessen zu veranstalten. Der Gastwirtschaft „Mäcki“ in Rethwischfeld passte es vom Datum her auch und so trafen sich 73 Landfrauen unseres Vereins zu diesem köstlichen Mittagsmahl.

Frau Ilse Spiering hatte einige Recherchen  zu diesem Datum angestellt und über die historische Geschichte des Heiligen Martins vorab berichtet.

Tatsächlich hat der Brauch des Martinsgansessens seine Wurzeln auch mit dem Verlauf des Bauern- und Kirchenjahres zutun. Am 11. November beginnt die 40 tägige Fastenzeit vor Weihnachten, in der fettes Essen tabu war.

Martinsgansessen bei „Mäcki“ in Rethwischfeld
Martinsgansessen bei „Mäcki“ in Rethwischfeld

Da ließ man sich vorher eine fette Gans besonders gut schmecken. Außerdem waren am 11. November im Mittelalter die bäuerlichen Pachtzahlungen fällig, die nicht selten mit der Lieferung einer Gans einhergingen. Auch Hoppediz  Erwachen wurde nicht vergessen, denn es ist ja auch der Beginn der Karnevalszeit. Auf Lateinisch: „Carne, vale“, „Fleisch, leb wohl“.

Ein langes plattdeutsches Gedicht „öber dat Leven vun een Goos“ von Boy Lornsen verkürzte die Wartezeit auf das köstliche Essen.

Blankgeputzte Teller deuteten darauf hin, dass es allen sehr gut geschmeckt hat!

Der Tenor war: so eine Veranstaltung können wir gerne wiederholen!  

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