Tagesausflug nach Flensburg und Glücksburg am 05.09.2012

Das Ziel der Oldesloer Landfrauen am 05.09.12 liegt im Norden von Schleswig Holstein. Über die beiden Städte Flensburg und Glücksburg wollten wir Wissenswertes erfahren.Zunächst stand eine geführte Besichtigung der Flensburger Brauerei auf unserem Programm. Nach der Begrüßung durch zwei Empfangsdamen wurde uns erst einmal ein Film über die Herstellung des Bieres gezeigt. Dann wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und mit Kopfhörern ausgestattet um eine gute Übermittlung der Erklärungen durch die Führung zu gewährleisten. Das war eine sehr gute Sache. Wir konnten trotz des Lärmes in den einzelnen Hallen den Ausführungen der beiden Damen sehr gut folgen.- Das Bier wird nach dem „Deutschen Reinheitsgebot“ nach alter Tradition hergestellt. Pro angesetztem Sud von 6 Tonnen Gerste, werden 30000 Liter Wasser, aus hauseigener Quelle, benötigt. Der dazugehörige Hopfen wird gekocht und auf 13° herunter gekühlt, bevor die Hefe dem Gebräu zugesetzt wird. Die Gärzeit beträgt insgesamt 1 Woche, bevor es dann zur Weiterverarbeitung und Abfüllung geht. Alle Stationen konnten wir sehr gut verfolgen. Nach der Besichtigung bekamen wir einen kleinen Imbiss in der hauseigenen Kantine verbunden mit der Verkostung einiger Biersorten.  

Im Anschluss daran machten wir eine Stadtrundfahrt durch Flensburg bis zum Hafen, von wo aus wir dann von der Fähre nach Glücksburg gebracht wurden. Vom Anleger wurden wir zum Schloss gebracht. Hier erwartete uns eine Führung.

Nachdem wir das in den Jahren von 1582 bis 1587 unter Herzog Johann d. J. zu Schleswig- Holstein- Sonderburg auf dem Gelände des ehemaligen Rüdeklosters von Außen gesehen hatten, wurden wir wiederum in zwei Gruppen eingeteilt um durch das Schloss geführt zu werden. Was man nicht unbedingt von dem kühlen Äußeren durch das strahlende Weiß der Fassaden des Schlosses, vermutet, wirkt das Schlossinnere sehr anheimelnd und warm. Alles konnte besichtigt werden, von der Kapelle im Keller, über drei Stockwerke mit den privaten Wohnräumen der Herrschaften, der Räume für die Festlichkeiten, Kinder- und Spielzimmer, bis in die Bodenräume, wo die früheren Bediensteten ihre Räumlichkeiten hatten. Sogar ein Badezimmer, wenn auch etwas altertümlich anmutend, ist schon vorhanden. Zum Abschluss stand der gruselige Folterkeller auf dem Besichtigungsprogramm, der aber natürlich heute nicht mehr benutzt wird!Wir alle waren begeistert von dem schönen alten Wasserschloss, das nicht wie bei sonstigen Wasserschlössern auf Holzpfählen gebaut wurde, sondern auf einem 2,5m hohen Granitsockel steht. Der See um das Schloss wurde aufgestaut und für den Fischfang zur Selbstversorgung genutzt. Erstaunt waren wir über die Aussage, dass dieses Schloss die Wiege der europäischen Königshäuser genannt wird. Nachdem die ältere Linie der regierenden Herzöge ausgestorben war, fiel das Schloss an die dänische Krone. König Christian IX. von Dänemark  wurde auch vom Volksmund als Schwiegervater Europas betitelt, weil vier seiner Kinder in die Königshäuser von Schweden, England und Russland einheirateten. Ein Sohn und ein Enkel wurden Könige von Griechenland und Norwegen. Daher ist die Schleswig- Holstein-Glücksburg- Sonderburg- Linie mit fast allen europäischen Dynastien verwandt.

Auf der Wappentafel des Hauses über dem Eingangsportal steht der Wahlspruch GgGmF, gleichbedeutend mit „Gott gebe Glück mit Frieden“. Möge es für alle Zeiten so bleiben!

Im Anschluss an diesen informativen Rundgang konnten wir Landfrauen im gemütlichen Café des Rosariums bei leckeren Torten und aufmunterndem Kaffee uns erholen und die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren lassen, bevor wir unsere Heimfahrt angetreten haben.

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