Tagesausflug nach Glückstadt

Am 10.06.09 sind wir Oldesloer Landfrauen mit dem Ziel Glückstadt an der Elbe zum Matjesessen gestartet. Leider hingen an diesem Morgen die Wolken sehr tief und es fing auch tatsächlich an zu regnen. Wir wurden von Frau  Radtke (unserer 1. Vorsitzenden) mit der Hoffnung begrüßt, dass der Regen, wie an den vorangegangenen Tagen auch, am Nachmittag aufhören würde.

Kirche in Krempe
Kirche in Krempe

Unser Busfahrer fuhr mit uns über die Landstraßen um Hamburg herum. So konnten wir doch viel von den Ländereien und den einzelnen Ortschaften, die auf unserem Weg lagen,   

sehen. Unterwegs haben wir dann unsere Gästeführerin Frau Gravert, eine Altenteilerin, die

sich zur Gästeführerin ausbilden ließ, aufgenommen. Sie begleitete uns durch die Kremper Marsch, die am Geestrand zwischen den Flüssen Stör und Krückau liegt. Die Gegend gehört zum Landkreis Steinburg und wurde schon im 12. Jahrhundert von Niederländern besiedelt und erschlossen. Landwirtschaftlich genutzt wird das Land durch Viehhaltung und den Anbau von Raps und Getreide. Im Ort Krempe angekommen, zeigte sie uns die ganz frisch  und sehr aufwendig renovierte helle Kirche. Das Kirchengebäude wird heute sehr vielseitig, insbesondere für Gemeindearbeit, genutzt. Dafür wurde die Empore separat ausgebaut, die durch einen Fahrstuhl auch für Behinderte gut erreichbar ist. Rechts und links neben dem Altarraum wurden Toilettenräume eingebaut, was doch sehr ungewöhnlich für eine Kirche ist. Leider ist die Akustik im Kirchengebäude sehr schlecht. Dadurch haben die meisten Damen nicht alles verstehen können.

Betrieb Plotz
Betrieb Plotz

Nun ging es weiter in Richtung Glückstadt, worauf wir uns alle gefreut hatten, denn es war uns ja ein Matjesessen angekündigt worden. Zunächst aber ging es in den Fisch verarbeitenden Betrieb Plotz. Dort wurde uns von Herrn Timm, dem Hausherrn, der Werdegang vom jungfräulichen Hering bis zum Matjes in sehr humorvoller Weise näher gebracht. Nach einer Demonstration, wie der Matjes filetiert wird ( alles in Handarbeit) und einer Verkostung mit anschließender Nachspülung durch einen Kümmel, konnten wir den Matjes auch käuflich in der Fabrik erwerben. Er wurde in Styroporkisten gut gekühlt verpackt und im Bus verstaut.

Nun ging es zum Mittagessen in die Stadt. Es wurde uns ein sehr leckeres Matjesbüffet geboten. Von Brat- oder wahlweise Pellkartoffeln mit grünen Bohnen, über 7 verschieden angerichteten Matjessorten, bis zu 11 Soßen, die man wahlweise dazu nehmen konnte. Alles sehr reichlich zum Sattessen und überaus lecker. Nach diesem üppigen Mittagsmahl hatten wir noch Zeit um mit Frau Gravert einen informativen Rundgang durch Glückstadt, die vom Dänenkönig Christian IV, im Jahre 1617 gegründet wurde, zu machen.

Wir stiegen nun wieder in unseren Bus und fuhren mit Frau Gravert weiter durch die Elbmarschen nach Kollmar, Wo wir bei inzwischen herrlichem Sonnenschein einen Spaziergang an der Elbe unternehmen oder ein Sonnenbad auf den Bänken am Fuße des Elbdeiches mit Blick auf die Elbe, nehmen konnten.

Gruppenbild Glückstadt
Gruppenbild Glückstadt

Zu um 15.00 Uhr waren wir im Cafe Sünnschien angemeldet, um dort eine Kaffeestunde zu geniessen. Die Torte, die wir gereicht bekamen, heißt Blauer Heinrich. Sie besteht aus einem Rührteigboden, einer fingerdicken Schicht Pflaumenmus, einer ebensolchen Schicht geschlagener Sahne und als Krönung wieder einen Boden mit Baiserhaube. Sehr Lecker! Nach diesem Genuss unterhielt uns der Chef des Hauses eine Stunde mit plattdeutschen Liedern, begleitet auf seiner Gitarre. Alle Damen haben freudig mitgesungen. Einige Geschichten auf „platt“ ergänzten das Ganze.

Das war ein netter Tagesabschluss und nachdem wir unsere Gästeführerin, die wir übrigens nur weiterempfehlen können, wieder abgesetzt hatten, fuhren wir frohgelaunt wieder nach Hause.

Hiermit endet „ unser Landfrauenjahr“ und wir wünschen allen Lesern unserer Homepage einen schönen Sommer mit allem was dazu gehört.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.