Tagesfahrt am 02.09.2015 nach Celle

Herr Berner, Beamter beim Landgestüt Celle führte uns über das Gelände (insgesamt 7,5 ha), durch die Ställe, Reithalle und Remisen: 

Das Landgestüt Celle wurde 1735 von Georg II gegründet. Damals standen 13 holsteinische Hengste den niedersächsischen Pferdebesitzern für wenig Geld zur Verfügung, sie sollten den Nachwuchs edler und eleganter machen und damit besser geeignet als Militärreitpferd.

1960, zur Blüte der Pferdehaltung waren auf den niedersächsischen Hengstdepots 600 Hengste stationiert. Heute stehen 125 Hengste, hauptsächlich Hannoveraner, Halbblüter und Vollblüter, sowie ein Oldenburger Kaltbluthengst den Stutenhaltern auf 7 Besamungsstationen von Februar bis Ende Juli zur Verfügung.

In der Remise konnten wir die vielen Kutschen, zum Teil vergoldet und mit rotem Samt ausgeschlagen bewundern.

Kutschensammlung im Landgestüt Celle
Kutschensammlung im Landgestüt Celle

Während und hauptsächlich nach der Decksaison wird mit den Hengsten täglich gearbeitet, vor der Kutsche oder unter dem Sattel.  Ein Höhepunkt im Jahr sind immer die Celler Hengstparaden, auf denen sich die Hengste in Höchstform zeigen.

Herr Berner zeigte uns den Oldenburger Hengst Sao Paulo, der mit 28 Jahren topfit ist und als Verlasspferd zur Celler Hengstparade den 10-Zug anführt. Auch den Hengst Montesquieu, auf dem unsere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Aachen in die Soers einritt, konnten wir bewundern.

Herr Berner und der 28 Jährige Oldenburger Hengst Sao Paulo
Herr Berner und der 28 Jährige Oldenburger Hengst Sao Paulo

Die Hengste verhielten sich total entspannt mit uns Landfrauen auf der Stallgasse und ließen sich von uns streicheln.

Nach dem Mittagessen in den historischen Ratskeller konnten wir die Celler Innenstadt mit seinen vielen Fachwerkfassaden und das Schloss erkunden.

Im Orchideen Zentrum Wichmann konnten wir auf 650 m2 über 40 exklusive, zum Teil selbst gezüchtete Orchideenarten bestaunen und kaufen, die sich deutlich von der „Baumarktware“ abhob. Der Frauenschuh und die Phalaenopsis sind die bekanntesten Arten. 8 Jahre braucht es von der Befruchtung bis zur Blüte und der Züchter erkennt, ob die neue Sorte seinen Erwartungen entspricht. 

Orchideen Zentrum Wichmann
Orchideen Zentrum Wichmann

Alle 2-3 Jahre sollte die Phalaenopsis umgetopft werden, die Spezialerde, hauptsächlich aus Kiefernrinde bestehend, weicht man 2 Tage vorher in Wasser ein und die gesunden Luftwurzeln kommen mit in den neuen durchsichtigen Topf.

Gedüngt wird alle 3 Wochen und der Standort sollte sehr hell, aber nicht in der prallen Sonne am Südfenster sein. Gegossen wird immer erst, wenn der Topf sehr leicht ist.

Die Kaffeetafel wartete im Müllers Waldcafe auf uns und danach ging es nach einem kurzweiligen Tag bei schönem Wetter zurück nach Bad Oldesloe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.