Unsere Reise in die Städte des Westfälischen Friedens vom 04.06.- 07.06.2015

Der erste Termin unserer Reise stand schon auf unserer Hinfahrt zu unserem eigentlichen Aufenthaltsort Münster auf unserem Programm: Osnabrück.

In diesen beiden Städten wurde der Westfälische Frieden im Jahr 1648 nach 30 Jahren Krieg in Europa endlich unterzeichnet.

Osnabrücker Rathaus
Osnabrücker Rathaus

Im evangelischen Osnabrück zunächst zwischen Kaiser Friedrich III und Christina von Schweden und dann im katholischen Münster zwischen Kaiser, dem französischen König Ludwig XIV und der schwedischen Königin.

In Osnabrück kamen wir nach einer reibungslosen Anfahrt am späten Vormittag an und wurden dort von 2 Gästeführerinnen auf dem Domvorplatz in Empfang genommen. Von dort ging es durch die Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern bis zum geschichtsträchtigen Rathaus.

Hier wurden wir in den großen Saal geführt, wo die Friedensurkunden nach dem 30jährigen Krieg unterzeichnet wurden. In einem extra dafür eingerichteten Raum konnten wir den hölzernen Nachbau der Stadt in ihrer Entwicklung vom Mittelalter her bewundern.

Gärten der „naturagart“ in Ibbenbüren
Gärten der „naturagart“ in Ibbenbüren

Über die Mittagszeit konnte jeder auf eigene Faust durch die Altstadt bummeln bevor es weiterging nach Ibbenbüren in die Gärten der „naturagart“. Hier hatten wir eine Führung durch eine Teichanlagenlandschaft mit wunderschön angelegten Gärten, die zu den Teichen passten.

Unter Anderem kamen wir durch eine Grotte in der man durch große Scheiben die Unterwasserwelt der Teichanlagen mit ihren verschiedenen Fischarten erleben kann.

2 Meter langer Stör im Garten der „naturagart“ in Ibbenbüren
2 Meter langer Stör im Garten der „naturagart“ in Ibbenbüren

Von z.B. Moderlieschen über Goldfische bis hin zu über 2 Meter langen Stören konnten wir alles bestaunen. Das war sehr beeindruckend! Nach dieser Führung konnten wir uns im Seerosencafe der Anlage bei Kaffee und Kuchen erholen, bevor wir uns auf die Weiterfahrt zu unserem Aufenthaltsort Münster machten.

Am 1. Tag unseres Aufenthalts fuhren wir zum Schloß Hülshoff.

Hier wurde die Dichterin Anette von Droste Hülshoff 1797 geboren. Zunächst aber hatten wir eine Führung im Rüsch- Haus, wo sie seit 1820 nach einer von ihrer Familie verbotenen Liebesbeziehung zu einem Studenten, mit ihrer Schwester gelebt hat.

Rüschhaus in der Nähe von Münster in Westfalen
Rüschhaus in der Nähe von Münster in Westfalen

Das Haus liegt unweit ihres elterlichen Schlosses in einer Heide- und Moorlandschaft bei Münster in Westfalen. Hier schrieb sie ihre vielen Gedichte, wie z.B. „Der Knabe im Moor“; an das sich wohl jeder erinnern kann.

„O, schaurig ist`s übers Moor zu gehen, 
wenn es wimmelt vom Heidestrauche, 
sich wie Phantome die Dünste drehen 
und die Ranke häkelt vom Strauche………“ 

Schloß Hülshoff
Schloß Hülshoff

Nach der Veröffentlichung von einigen Gedichtbänden, hatte sie genügend Geld zusammen, um sich ein Haus in Meersburg am Bodensee zu kaufen. Dort ist sie 1848 nach mehreren Krankheiten gestorben. Nach dieser Führung ging es dann weiter zum Schloss ihrer Eltern, wo wir zu Mittag gegessen haben und einen Spaziergang durch den wunderschönen Park machen konnten. – Ganz zauberhaft!

Parkanlage im Schloß Hülshoff
Parkanlage im Schloß Hülshoff

Es ging zurück nach Münster. Hier hatten wir noch eine geführte Stadtrundfahrt mit einem kleinen Aufenthalt am Fürstbischöflichen Schloss, dass seit dem Jahr 1954 der Wilhelms- Universität angegliedert ist und am Hafen. Nach dem Abendessen führte uns ein Student fußläufig durch die schöne Radfahrerstadt Münster mit ihren Sehenswürdigkeiten.

Bei abendlichen Temperaturen sehr angenehm und von dem Studenten in einem gemächlich Tempo geführt. Er ist sehr informativ und für alle verständlich auf unsere Fragen eingegangen. Es war ein schöner Abendspaziergang durch den alten Stadtkern.

Am nächsten Vormittag ging es nach Bielefeld zum Mutterhaus vom Dr. Oetker- Werk. Eine sehr gepflegte Anlage der Häuser und Gartenrabatten rund herum. Unter Anderem ein Beet in Form eines Blattes, wo verschiedene Sorten Getreide hinein gesät werden. Im Haus wurden wir sehr nett von 2 Gästeführerinnen in Empfang genommen und mit kleinen Kopfhörern ausgestattet, um nur für uns hörbar, von den Damen über die Geschichte des Werkes mit seinen Anfängen unterrichtet zu werden.

Das Mutterhaus vom Dr. Oetker- Werk in Bielefeld
Das Mutterhaus vom Dr. Oetker- Werk in Bielefeld

Während der Führung wurden wir mit Pudding, Müsli, diversen Pizzen und ausreichend Getränken bestens versorgt. Ausserdem fand eine Verlosung statt, die eine Landfrau von unserer Reisegruppe gewonnen hat: In der Probierküche neue Rezepte zu entwickeln und auszuprobieren.— Wir sind alle sehr gespannt auf die Ergebnisse! Wer wollte, konnte im Anschluss an die Führung im hauseigenen Laden einkaufen und bevor wir uns verabschiedeten, gab es für jede Dame eine Probiertüte mit nach Hause. Nun ging es wie geplant weiter zum Outletcenter von Gerry Weber. Hier konnte sich jeder nach Herzenslust und Geldbeutel mit neuer Bekleidung eindecken.

Am folgenden Tag war schon unsere Heimreise angesagt. Aber auch an diesem Tag war noch einiges geplant. Unser Weg führte uns am Vormittag zum Landgestüt Nordrhein- Westfalens, nach Warendorf mit seiner 180 jährigen Geschichte. Der Verwalter des Gestüts und eine Pferdewirtin begrüßten uns und führten uns mit ausführlichen Erläuterungen durch die schönen Stallungen und Reitanlagen. Anhand des Pferdestandbildes wurde uns die Anatomie eines Pferdes erklärt. Sehr interessant! Wie wir erfuhren, sollten an diesem Tag noch einige Vorführungen stattfinden. Leider hatten wir keine Zeit noch länger zu bleiben, denn es sollte ja wieder nach Hause gehen. 

Gruppenbild am Pferdestandbild des Landgestüt Nordrhein- Westfalens in Warendorf
Gruppenbild am Pferdestandbild des Landgestüt Nordrhein- Westfalens in Warendorf

Es sollte aber noch einen Zwischenstopp in dem kleinen Ort Schale geben, wo wir auch zu Mittag essen wollten. Es liegt im nördlichsten Zipfel von Nordrhein- Westfalen und grenzt an Niedersachsen. Nach längerem Suchen hat unser Busfahrer ihn doch noch gefunden und nach Anfrage seinerseits beim hiesigen Wirt des Dorfgasthofs „Zur alten Post“ wurde für alle ein sehr zufrieden stellendes leckeres Essen gezaubert. Hier sollen auch schon der„alte Fritz“ und Napoleon genächtigt haben. Das Dorf wurde zum ersten Mal im Jahr 890 n.Chr. urkundlich erwähnt und beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ den 2. Platz gewonnen. Sehr beachtlich!

Nun aber ging es doch in die Heimat zurück, wo uns Herr Pöhlsen wieder heil abgeliefert hat. Wir danken ihm und unserer „Reise- Christel“ ganz herzlich und freuen uns auf die kommende Reise!

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