Unsere Urlaubsreise in den Harz im Juni 2017

Nach anfänglich 32 Damen, die sich für diese Fahrt angemeldet hatten, waren wir durch plötzliche Krankmeldungen leider doch nur 28 Reisende. Alle freuten sich auf die gemeinsamen Urlaubstage und geruhsam ging es dann am 07. Juni los.

Zunächst stand ein gemeinsames Frühstück in Behringen an, dass wir wie immer sehr genossen haben. Unser Ziel, der Harz war nicht weit entfernt und so trafen wir um die Mittagszeit schon in Goslar ein. Hier hatten wir eine kleine Freizeit, um die Stadt zu erkunden. Nach anfänglichen Regenschauern während der Fahrt, schien hier schon wieder die Sonne.

Die Gustav-Adolf-Stabkirche in Hahnenklee
Die Gustav-Adolf-Stabkirche in Hahnenklee

So, wie wir Landfrauen es gewohnt sind, wenn wir auf Reisen gehen. Gegen 15:30 Uhr erreichten wir unseren Urlaubsort Hahnenklee und wurden im Hotel Walpurgishof nett empfangen. Das Hotel liegt direkt gegenüber der wunderschönen Gustav-Adolf-Stabkirche. Ein sehr schöner Ausblick. Wir waren begeistert! Bis zum Abendessen, dass zu um 18:30 Uhr angesetzt war, hatten wir also noch genügend Zeit, um das Hotel zu erkunden. Sogar das hoteleigene Schwimmbad wurde gleich genutzt. Da kam schon einmal die richtige Urlaubsstimmung auf!

Am nächsten Morgen konnten wir unseren Reiseleiter Michael begrüßen, der uns auf einer Rundreise über Bad Harzburg nach Werningerode und Quedlinburg begleitete. Überall hatten wir Aufenthalte, um die schönen Altstädte mit den gut restaurierten Fachwerkhäusern kennen zu lernen. Besonders begeisterte das tausendjährige Werningerode mit dem sehr schönen Rathaus. Hier haben wir unseren Aufenthalt genutzt, um mit der Schlossbahn die Stadt zu erkunden.

Während der Rundreise erfuhren wir, dass Anfang April 1945 der damalige Stadtkommandant Oberst Gustav Petri den Befehl erhalten hatte, die Stadt gegen die vorrückenden Truppen der Amerikaner zu verteidigen. Er verweigerte den Befehl und übergab die Stadt freiwillig an die Amerikaner. Somit blieb der historische Stadtkern unversehrt. Leider hat der mutige Oberst seine Entscheidung mit dem Leben bezahlt. Er wurde am 12. April 1945 von den deutschen Regierungstruppen standrechtlich erschossen.

Holzhexe auf dem Hexentanzplatz in Thale
Holzhexe auf dem Hexentanzplatz in Thale

Wir fuhren durch das schöne Bodetal bis nach Thale. Hier sind wir dann bis zum Hexentanzplatz raufgegangen und konnten von dort bis zur Rosstrappe hinüberschauen. Ein sehr schöner Panoramablick. Immer wieder konnten wir von weitem auch den höchsten Berg im Harz, den Brocken erblicken. Im weiteren Verlauf des Nachmittags sind wir nach Bad Harzburg gefahren, um mit der Seilbahn auf den Hausberg zu fahren.

Bei strahlendem Sonnenschein hatten wir eine wunderbare Aussicht auf die Stadt.

Am 3. Tag fuhren wir zunächst zu den Rübeländer Tropfsteinhöhlen. Besichtigen konnten wir die Hermannshöhle mit ihren beeindruckenden Decken und Bodenzapfen, die sich über Jahrtausende vom versickernden Niederschlagswasser gebildet haben. Es ist eine Flusshöhle der Bode. Hier hatten sich in stehendem Wasser Calcitkristalle gebildet. Wunderschön anzusehen! Außerdem gab es noch eine Besonderheit zu bewundern: es gibt dort in einem Schaubecken die aus vor einigen Jahrzehnten aus Slowenien eingeführten Grottenolme zu sehen.

Die Hermannshöhle in den Rübeländer Tropfsteinhöhlen
Die Hermannshöhle in den Rübeländer Tropfsteinhöhlen

Die ganzjährige Temperatur in der Höhle beträgt 8° mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Nach anfänglichen Bedenken unsererseits wegen der vielen Treppenstufen, die hoch und runter führten waren wir doch ganz froh darüber, diese Besichtigung mitgemacht zu haben! Danach fuhren wir am Nachmittag weiter über Braunlage nach Altenau, um uns bei dem bekannten Windbeutelkönig verwöhnen zu lassen. (die Windbeutel sind eigentlich Sturmsäcke, so groß fallen sie aus. Und es gibt sie in verschiedenen Variationen). Pappsatt fuhren wir zum Hotel zurück.

Gruppenbild unserer Harzreise
Gruppenbild unserer Harzreise

Am 4. Tag sollte es nun zum Kloster Wöltingerode gehen. Auf der Fahrt dorthin sahen wir wieder wie auch schon an den voran gegangenen Tagen die vielen abgestorbenen Fichten auf den Bergkuppen, die von den Borkenkäfern befallen wurden. Erschreckend!!!, so viele kahle Stellen und es wird nichts dagegen unternommen. Es wurde uns aber gesagt, dass die Käfer sich nur am Totholz vergnügen würden. Aber warum fallen die Bäume dann um? Für uns schwer verständlich!

Das Kloster ist eine sehr hübsche Anlage, von der wir eigentlich nicht viel zu sehen bekommen haben.

Bis auf eine Vorführung über Lachsvermehrung und Haltung und den Laden der Klosterbrennerei, wo wir auch einige Likörsorten verkosten konnten. Natürlich für den Besitzer mit der Hoffnung auf einen guten Verkauf. Wir waren dann zeitig wieder im Hotel und jeder konnte nach Lust und Laune den Nachmittag für sich nutzen. Viele Damen nutzten die Zeit um dem schönen Glockenspiel der Stabkirche zu lauschen und sie einmal aufzusuchen, oder aber den Ort Hahnenklee zu erkunden.

Nun stand schon wieder die Heimreise für uns an. Eine Zwischenstation hatten wir noch in Uelzen, um den schönen von Hundertwasser gestalteten Bahnhof zu besichtigen. In seinen Formen und Farben ist er schon sehr besonders und beeindruckend. Ein schöner Abschluss unserer Harzreise auf der wir wie immer viel Spaß hatten. Es war Urlaub mit vielen Eindrücken, die wir gewonnen haben und uns auf die nächste Ausfahrt freuen können!

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