Usedomfahrt vom 03.-06. Juni 2008

Zwischen Juni und Oktober ist die Reisezeit der Oldesloer Landfrauen. Wir hatten für die Kurzreise in diesem Jahr die Ostseeinsel Usedom auserkoren und 34 Damen hatten sich für diese Fahrt angemeldet.

1. Tag: Am Dienstag, den 03. Juni 2008 wurden wir vom Fahrer des Busunternehmens Neubauer, Herrn Ide, um 8.30 Uhr von Bad Oldesloe abgeholt. Alle 34 Damen waren pünktlich am Bahnhof und das Gepäck wurde rasch verstaut. Bei schönstem Sonnenschein ging die Reise los. Gegen 11.30 Uhr waren wir in der Hansestadt Rostock und konnten uns dort bis 13 Uhr aufhalten, um einen kleinen Imbiss einzunehmen und uns die Altstadt anzusehen. Dann ging es weiter auf der Autobahn bis auf die Insel Usedom, wo wir gegen 15.30 Uhr  in Heringsdorf ankamen.

Gruppenbild in Heringsdorf
Gruppenbild in Heringsdorf

Wir wurden vom Hotelmanager des Hotels „Pommerscher Hof“ begrüßt und bekamen unsere Zimmer zugewiesen. Rasch wurden die Koffer ausgepackt und wir konnten die Zeit bis zum Abendessen nutzen, um schon einmal wenigstens auf der wunderschönen Seebrücke entlang zu flanieren. Es wehte ein stürmischer Wind bei herrlichem Sonnenschein. Die frische Seeluft tat uns allen gut und machte Appetit auf das Abendessen, das wir ab 18 Uhr einnehmen konnten. In geselliger Runde ging der Abend zu Ende.

2. Tag: Nach einem guten Frühstück wurden wir von unserem Reiseleiter Herrn Plötz  um 10 Uhr vom Hotel abgeholt. Er fuhr mit uns durch Heringsdorf bis Ahlbeck und konnte uns jede der  wieder originalgetreu restaurierten Villen aus der Kaiserzeit Deutschlands mit seiner dazugehörigen Geschichte und deren prominenten ehemaligen Besitzern erklären.- Die Insel Usedom war ja seit der Kaiserzeit die so genannte „ Badewanne Berlins“. – Wir haben dann mit ihm die Promenade von Ahlbeck bis Heringsdorf zu Fuß erlaufen. Alles ging in Ruhe und ohne Hetze vonstatten. Gegen Mittag konnten wir dann wieder in Heringsdorf in unseren Bus steigen, um die Insel weiter zu erkunden. Es ging weiter durch die Bäder an der Ostseeküste entlang bis Zinnowitz. Wir sind dann am Achterwasser zurückgefahren und haben in dem kleinen Fischerdorf Koserow zu Mittag ein Fischbrötchen gegessen. Nach der kleinen Pause, die allen gut tat, ging die Fahrt weiter am Achterwasser entlang bis Mellenthin. Dort haben wir im Wasserschloss die vom Reiseführer angepriesenen frisch gebackenen Waffeln zu einer Tasse Kaffee oder Tee genossen. Das Schloss sieht von Außen nicht besonders hübsch aus, ist aber im Inneren sehr gut renoviert worden und urgemütlich. Nach der Kaffeepause ging es dann durch die schönen Alleen zurück zum Hotel und viele von uns haben die Zeit bis zum Abendessen genutzt, um noch ins Schwimmbad zu gehen oder einen Spaziergang zu machen.- In Heringsdorf gibt es unweit vom Hotel ein Spielcasino. Da viele von uns noch niemals in einem solchen waren, haben wir es gewagt, dort ein Spielchen zu machen.

Ticket Ostsee-Spielbank
Ticket Ostsee-Spielbank

Wir wurden dort sehr nett empfangen und ein Croupier erklärte uns – in drei Probedurchgängen für jede von uns – am Roulettetisch den Spielhergang. Einige hatten etwas Glück und haben eine kleine Summe gewonnen. Ansonsten gilt: Einer gewinnt immer, und das ist die Bank! Es ist aber keine der Damen spielsüchtig geworden und es waren keine großen Verluste zu verzeichnen. Der kleine Gewinn einer Dame, der zu verzeichnen war, wurde im Anschluss daran in der Bar mit einem Abschlussdrink begossen. Wir alle freuten uns auf den nächsten Tag.

3. Tag: Vom guten Frühstück gestärkt, wurden wir um 9.30 Uhr von Herrn Schmidt, einem pensionierten Lehrer, der als Gästeführer fungiert, abgeholt. Er begleitete uns noch einmal durch die Kaiserbäder über Krummin mit seinem seit 1216 bestehenden Kloster durch eine Allee, die mit 300 Lindenbäumen bestückt ist, bis zum Fischerdorf Neeberg. Von dort ging es weiter nach Wolgast. Es ist eine ehemalige Herzogsstadt und liegt an der Gustav Adolf Bucht. Der Schwedenkönig ist dort im 30jährigen Krieg gefallen und war in der Stadt eine Woche aufgebahrt, bevor er in sein Land überführt wurde. Wir sahen große Werftanlagen und die neue Brücke, die über den Peenestrom vom Festland auf die Insel führt. Von dort sind wir dann am Achterwasser entlang durch das Ziesetal über Lassan, den Ort Usedom bis zum Schloss Stolpe, das wir leider nur vom Bus aus sehen konnten, gefahren. Es ging weiter bis nach Korswandt am Gothasee, wo wir im kleinen gemütlichen Schloss sehr gut zu Mittag essen konnten und die vielen Informationen, die wir erhalten hatten, sacken lassen konnten.   

Koserower Salzhütte
Koserower Salzhütte

Nach einer erholsamen Pause ging es zurück bis Ahlbeck, von wo aus die meisten Damen zu Fuß über die Grenze auf den Polenmarkt gehen konnten. Einige Damen blieben vor Ort und sind auf der Promenade und im Ostseewasser bei strahlendem Sonnenschein entlang spaziert. Es war ein sehr schöner Nachmittag, dem jeder etwas für sich abgewinnen konnte, wie schön doch diese Ostseeinsel ist, wo man gleichermaßen die Schönheit der Landschaft und auch das Meer genießen kann. Da bestätigt sich der Spruch auf den Flaschen des Kräuterlikörs, den wir jeden Abend, wie auch an diesem, nach unserem reichhaltigen Abendmenü, zur Verdauung getrunken haben:

„Sei willkommen, lieber Gast,

trink diesen Schluck ganz ohne Hast,

füll die Flasche dann mit Sand,

vom schönen Usedomer Strand.

Es bringt Dir Glück, dies Souvenier,

Du bist bestimmt bald wieder hier!

4. Tag: Es geht wieder nach Hause: Wir konnten in Ruhe unsere Koffer packen und nach dem gemeinsamen Frühstück in den Bus steigen. Es waren sehr schöne Tage, die wir hier verlebt hatten und Herr Ide fuhr mit uns auf dem Rückweg über die Landstraßen bis nach Waren an der Müritz, wo wir in der Mittagszeit einen sehr schönen Aufenthalt hatten, den jeder auf seine Weise nutzen konnte. So konnten wir noch einmal einen Eindruck von der schönen Landschaft mit  Feldern, auf denen zum Teil auch noch an den Rändern Mohn- und Kornblumen blühen, mit nach Hause nehmen, und „Hoch Otto“ hatte uns ja bestes Urlaubswetter präsentiert. Herr Ide fuhr uns wieder nach Bad Oldesloe, wo jede der Damen von ihren Angehörigen abgeholt wurde. Unser Dank gilt natürlich unserer lieben Christel Stoffers, die wie immer alles gut organisiert hatte, und unserem Busfahrer, der sich immer bemüht hat, uns heil durch die Lande zu fahren.

Unsere Herbstreise geht in diesem Jahr in die Eifel. Die Meisten der Mitreisenden Damen werden sich dann wieder sehen. Wir freuen uns schon darauf! Hoffentlich meint es der Wettergott auch dann wieder gut mit uns!

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