Jahreshauptversammlung mit Spendenübergabe

Am 19.02.2020 haben wir in Mollhagen (Berns Gasthof) unsere Jahreshauptversammlung abgehalten. 69 wahlberechtigte Mitglieder waren anwesend.

Nach der Begrüßung unserer 1. Vorsitzenden Frau Jutta Behnk folgte eine Schweigeminute für unsere im Jahr 2019 verstorbenen Mitglieder. Danach ein sehr schön vorgetragener Vortrag unserer Protokollführerin Frau Elke Schmidtke über unsere Aktivitäten und Reisen, die wir Landfrauen im vergangenen Jahr unternommen haben.

Frau Heike Tjarks, unsere Kassenführerin, konnte eine vorbildlich geführte Kasse mit einer sehr guten Bilanz vorweisen, die uns beruhigt in unser neues Landfrauenjahr blicken lässt. Durch die überschüssigen Einnahmen, die wir auf dem Adventsmarkt 2019 im Landfrauencafe erwirtschaftet haben können wir den Jahresbeitrag von 25,00 Euro pro Person aufrecht erhalten. Von dieser Summe müssen wir  2/3 an unsere Dachverbände Kreislandfrauen- und LandesLandFrauenVerband abführen. Somit bleibt für uns also nicht sehr viel übrig!!!

Die Kassenprüferinnen konnten eine vorbildliche Kassenführung bestätigen und beantragten die Entlastung des Vorstandes. Dies geschah einstimmig von der Versammlung. Eine Kassenprüferin schied aus und eine neue wurde gewählt.

Nun standen die 1. Vorsitzende, Frau Jutta Behnk,

                      die 2. Vorsitzende, Frau Ilse Spiering und

                      die Kassenführerin Frau Heike Tjarks zur Wahl.

Alle drei hatten sich für eine Wiederwahl bereit erklärt.

Unsere Kreisvorsitzende Frau Kristina Wendt hat die Wahl geleitet. Da bei ihr keine weiteren Wahlvorschläge eingegangen waren, bat sie die Versammlung durch Handzeichen die zur Wahl stehenden Damen zu bestätigen. Bei allen dreien geschah dies einstimmig.

Vorstand Landfrauen Verein Bad Oldesloe und Umgebung
Wiedergewählte Mitglieder des Vorstand des Landfrauen Verein Bad Oldesloe und Umgebung (v.l.n.r.: Heike Tjarks, Jutta Behnk, Ilse Spiering)

Da unter Punkt Verschiedenes keine Fragen aufkamen, freute sich Frau Behnk, dass sie 10 neue Mitglieder begrüßen konnte. Somit konnten wir dann nahtlos in die wohlverdiente Kaffeestunde übergehen.

Inzwischen trafen die Vertreterinnen der Organisationen ein, an die unsere diesjährigen Spenden gehen sollen, als da sind: der Wünschewagen vom ASB, die einen Scheck über 400,00 Euro bekamen. Für den ASB war Frau Bettina Spechtmeyer- Högel anwesend. An den Hospizverein Lebensweg, vertreten von Frau Tiedtke, einen Scheck über 500,00 Euro und an den sehr schwer verunglückten Eishockeyspieler Tjark Caesar, der von seiner Mutter vertreten wurde, einen Scheck ebenfalls über 400,00 Euro.

Spendenübegabe Landfrauen Bad Oldesloe und Umgebung
Spendenübegabe Landfrauen Bad Oldesloe und Umgebung

Alle drei Vertreterinnen stellten ihre Organisationen vor. Besonders bewunderten wir die Kraft, die Frau Caesar aufbrachte, von ihrem Sohn zu berichten, der ganz langsame Fortschritte in der Rehaklinik in Boberg macht. Er ist vom Hals abwärts gelähmt und kann nun schon wieder selbstständig schlucken. Nun wird die Beweglichkeit der Arme angestrebt. Wir alle drücken ganz fest die Daumen und wünschen ihm, dass es weiter langsam besser wird. Unsere Spende soll dazu beitragen ihm kleine Freuden zu erfüllen

Torten auf der Jahreshauptversammlung
Torten auf der Jahreshauptversammlung

Alle unsere guten Wünsche und Gedanken begleiten ihn und seine Familie!

Sechs Wochen auf der Scholle

Sechs Wochen auf der Scholle
Unsere erste Veranstaltung im neuen Jahr hatten wir am 15. Januar in Rohlfshagen ab 14.00 Uhr in der Gaststätte „Schachts Gasthof“. Hier wurden wir von der neuen Besitzerin Frau Timmermann sehr herzlich begrüßt und wurden mit leckeren selbstgebackenen Torten, genauso wie bei der Vorbesitzerin Frau Hasselmann verwöhnt.

Eingeladen hatten wir die Autorin und Altbäuerin Frau Christa Iversen. Sie ist gebürtig aus dem Schwabenländle und dann hat es sie durch Heirat auf einen Bauernhof in den hohen Norden verschlagen. Ihr Mann bewirtschaftete seinen Hof dicht an der dänischen Grenze.

Nun als Altenteilerin erinnerte sie sich an viele kleine Geschichten, die sie einmal aufgeschrieben hatte und fasste sie zu einem kleinen sehr lesenswerten Buch zusammen. Es handelt von einer jungen Frau, die plötzlich von ihrem bisher unbekannten Vater einen Bauernhof im Norden von Schleswig- Holstein geerbt hat und nun erst einmal zur Probe dort hingefahren ist. Erzählt wird von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, die sie als plötzliche Hoferbin machen musste.

Auch von allen Nöten und Zwängen, die zu meistern waren und auch heute noch zu meistern sind. Es ist ernsthaft und auch lustig und realitätsnah erzählt. Allen machte es Spaß zu zuhören. Bei einigen Damen, die von den Dörfern und aus der Landwirtschaft stammen, wurden vergleichbare Erinnerungen wieder wach.

Es war ein sehr schöner Jahresbeginn für uns Landfrauen.

Dezemberveranstaltungen 2019

Striezelmarkt Dresden 2019

Gleich nach dem 1. Advent hatten wir unsere Vereinsinterne Weihnachtsfeier im Gasthof Bern. Über 100 Landfrauen waren im festlich geschmückten Saal anwesend.

Nach der Begrüßung gab es zunächst erst einmal Kaffee und Kuchen. Immer wieder unterbrochen durch von Landfrauen vorgetragene weihnachtliche Geschichten und Gedichte.

Nun fand ein kleines Konzert statt. Wir hatten die Oldesloer Musikschule zu uns eingeladen. Es waren vier Solisten, die uns mit Harfen- und Gitarrenklängen begeisterten. Jeder auf seine Art, mit verschiedenen Kompositionen aus Südamerika und ganz zum Schluss deutsche Weihnachtslieder, so, wie wir es uns gewünscht hatten.

Das 2. Adventswochenende stand bevor. Und wie in jedem Jahr für uns der an 2 Tagen stattfindende Adventsmarkt in Bad Oldesloe. Hier betreiben wir mit der Unterstützung von sehr vielen Landfrauen das Landfrauencafe´. Die Veranstaltung fand erstmalig und wie wir meinen, sehr erfolgreich im Kultur-und Blidungszentrum (KuB) in Bad Oldesloe statt. Der daraus entstandene Überschuss ermöglicht es uns wieder an einige hiesige Organisationen eine Geldsumme zu spenden.

Um noch etwas Schönes vor den Feiertagen zu erleben haben wir Reiselandfrauen uns dann auf die Fahrt nach Dresden begeben, um den berühmten Striezelmarkt zu besuchen. Gleich nach unserer Ankunft im Hotel, sind wir am Spätnachmittag losgezogen, um schon einiges auf eigene Faust zu erkunden. Dresden im weihnachtlichen Lichterglanz war schon sehr besonders. Einige Damen konnten sogar noch am Abend an einem sehr festlichen Konzert in der Frauenkirche teilnehmen.

Frauenkirche Dresden 2019

Am nächsten Tag hatten wir dann zunächst eine sehr lebendige Stadtführung, die uns begeisterte. Daran angeknüpft konnten wir noch an einer Andacht mit anschließender Erläuterung zum Wiederaufbau der Frauenkirche teilnehmen. Die übrige Zeit des Tages staqnd allen zur freien Verfügung, um sämtliche Weihnachtsmärkte rund um die Dresdener Innenstadt zu erkunden. Es hat uns alle begeistert und wir können nur jedem empfehlen, Dresden einmal in der Adventszeit zu besuchen.

Landfrauen Gruppenbild Dresden 2019
Landfrauen Bad Oldesloe und Umgebung in Dresden 2019

Bevor unser Bus am nächsten Morgen zur Heimreise startete, fand jede Landfrau auf ihrem Sitz eine kleine Überraschung vor, die wohl von der „Weihnachtsfrau“ Christel dort hingelegt wurde. Vielen Dank dafür!

Novemberveranstaltung 2019 „Zweifeln erlaubt“

Timo Sdunek bei den Landfrauen 2019
Timo Sdunek mit seinen Handpuppen bei den Landfrauen 2019

Am 06.11.2019 trafen wir Landfrauen uns schon um 13.00 Uhr in der Gaststätte Bern in Mollhagen. 

Wir hatten den Polizeibeamten Herrn Timo Sdunek bei uns zu Gast. Seit 30 Jahren steht er im Dienst der Polizei. In seiner Funktion als Verkehrslehrer leistet er Präventionsarbeit an Schulen und in Vereinen. So also auch bei uns. Unser Interesse galt aus gegebenem Anlass den heutigen Betrügereien, die per Telefon und Hausbesuchen bei älteren Mitbürgern oft sehr viel Geld ergaunern.

Anhand von Puppen, die uns Geschichten über ihre Erfahrungen berichteten, erfuhren wir , durch welche Tricks die Gaunereien begangen werden, auf die Senioren immer wieder hereinfallen.

1. Puppe: Sie heißt Zweifel. Sie sagte uns, wenn uns etwas nicht ganz geheuer erscheint, auf unser „Bauchgefühl und die innere Stimme“ zu hören und uns auf nichts einlassen und die nächste Polizeistation benachrichtigen. Auch, wenn sich die Geschichte später als harmlos herausstellen sollte.

2. Puppe: Sie heißt Liesbeth Hansen. Frau Hansen hatte ihren Mann zum Einkaufen geschickt und bekam zwischenzeitlich Besuch von einem Handwerker, der wegen eines angeblichen Rohrbruchs im Haus eine Kontrolle in der Wohnung  von Familie Hansen durchführen wollte. Er ließ die Tür einen Spalt breit auf, weil noch ein Kollege nachkommen wollte. Der hatte aber unbemerkt inzwischen alle Schränke der Wohnung durchsucht und auch das noch vorhandene Bargeld gefunden. Also: niemanden herein lassen, den man nicht kennt oder bestellt hat!

3. Puppe: Sie heißt Magnus. Der Bursche rief eine ältere Dame an und gab sich als Enkel aus, der günstig an ein gutes Auto kommen konnte und leider nicht genügend Geld hatte. Er bat seine „Oma“ um den noch fehlenden Betrag, den sein Freund, den er sehr genau beschreiben konnte, für ihn abholen sollte.

4. Puppe: Es war Hinnerk Hansen. Seine Frau hatte ihn ja zum Einkaufen geschickt. Dazu kam es aber gar nicht. Er wurde von einer Person vorher angesprochen, die einen Geldschein gewechselt haben wollte. Hinnerk zückte seine Geldbörse und war gefällig. Musste aber an der Kasse des Warenhauses feststellen, dass sie leer war. Also war er einem Trickbetrüger auf den Leim gegangen und konnte seinen Einkauf nicht bezahlen. Nun war die Familie auch noch doppelt geschädigt!

„Der alte Ochsenweg“ Erntedankveranstaltung 2019

Nach dem Erntedankgottesdienst, der in diesem Jahr mit Frau Pastorin Süptitz in der Kirche zu Rethwisch stattfand, trafen wir Landfrauen uns in Mollhagen in der Gaststätte Bern zur Kaffeestunde wieder. Wie immer zunächst um gemeinsam Kaffee und leckere Torten zu genießen.

Erntedankschmuck in der Rethwischer Kirche 2019
Erntedankschmuck in der Rethwischer Kirche 2019

Wir hatten Herrn Gunnar Green eingeladen, den wir schon von zwei zurück liegenden Bildervorträgen kannten. Dieses Mal brachte er uns seine Erfahrungen, die er entlang des „alten Ochsenweges“ gemacht hat, in humorvoller Weise durch Worte und Bilder näher.

Wir hörten, dass der „alte Ochsenweg“ ein weit verzweigtes Wegenetz von Wedel in Holstein bis nach Viborg in Dänemark reicht. Mit „Bulli“ und Fahrrad hat er ihn zusammen mit seiner Frau bereist.

Gunnar Green berichtet von seinen Reisen 2019
Gunnar Green berichtet von seinen Reisen 2019

Die Geschichte der Route reicht bis in die Bronzezeit zurück und ist nicht nur ein Treibeweg für Ochsen sondern auch ein Marschweg für Ritter, Landsknechte und ein Teil des Jakobswegs für Pilger gewesen.

Es war ein nicht nur interessanter, sondern auch sehr lustiger Nachmittag für uns alle!

Unsere Reise ins obere Saaletal nach Ziegenrück

Sechs Ferientage lagen vor uns. Die Landfrauenreise nach Thüringen ins obere Saaletal begann morgens um sieben Uhr früh am ZOB in Bad Oldesloe. Nach einer gemütlichen Frühstückspause in Behringen ging es ohne Stau weiter bis nach Ziegenrück. Das Hotel liegt direkt an einem Saalebogen mit einer kleinen Staustufe, von der ein permanentes Rauschen ausgeht. 

Landfrauenreise oberes Saaletal
Ziegenrück an der Saale

Es lud zu einem Abendspaziergang nach der Fahrt ein. Nach dem guten Abendessen unterhielt uns der hiesige Frauenchor mit Heimatliedern aus der Region.

Während der nächsten Tage begleitete uns Anita, eine Gästeführerin. Der 2. Tag begann morgens um 9.00 Uhr mit einer Rundfahrt durch den Thüringer Wald. Wir fuhren über Saalfeld (hier haben wir während einer vorherigen Reise schon einmal die wunderschönen Feengrotten besichtigt), nach Lippelsdorf. Dort bekamen wir in einer immer noch im Familienbesitz befindlichen Porzellanmanufaktur Einblicke in die Herstellung von Porzellan. Eine schöne Ausstellung der Produkte lud zum Erwerb einzelner Stücke ein. Einen Eindruck in die Herstellung von Thüringer Glaskunst bekamen wir in Neuhaus am Rennsteig. Nach dem Stöbern durch die Ausstellung und einer praktischen Vorführung des Glasblasens haben wir dort auch einen kleinen Imbiss zu uns nehmen können. 

Nun fehlte nur noch etwas köstlich Süßes am  Nachmittag! Dieses konnten wir dann am Nachmittag als Zwischenstopp in der Pralinenmanufaktur in der Fischbachmühle in Lauenstein genießen.- Sünde pur! Aber sooo…. köstlich!- da wurden natürlich Einkäufe für Daheim getätigt. Danach Rückfahrt ins Hotel, wo noch genügend Zeit zur Erholung oder einem Spaziergang entlang der Saale bis zum Abendessen blieb.

Blick auf die Saale
Blick auf die Saale

Den Abend vertrieben wir uns bei geselligem Beisammensein mit Gesellschaftsspielen.

Am nächsten Morgen holte uns Anita zu einer Fahrt durch das Vogtland ab. Es sollte nach Plauen gehen. Die bekannteste Spitzenstadt Deutschlands. Auch von hier aus begann die friedliche Revolution in der DDR. Die Fahrt führte uns durch bewaldete Höhenzüge ins Tal der Weißen Elster. In der Spitzenmanufaktur konnten wir die riesigen maschinellen Webstühle in Betrieb erleben, die wunderschöne Spitzen und Gardinen herstellen können. Eine große Vielfalt davon konnten wir in der Ausstellung begutachten und einige auch, wer wollte, erwerben.

Das altehrwürdige Rathaus in Plauen
Das altehrwürdige Rathaus in Plauen

Danach ging es ab in die Stadt um dort noch einen Rundgang zu machen um die schönsten Gebäude der Stadt, wie die Johanniskirche, das altehrwürdige Rathaus, die gut erhaltene Stadtmauer oder auch das Erich Ohser Haus. Ehrich Ohser, dem Schöpfer der Karikaturen „Vater und Sohn“.

Bronzestatue vom „Vater und Sohn“, der Karikaturen von Ehrich Ohser
Bronzestatue vom „Vater und Sohn“, der Karikaturen von Ehrich Ohser

Eine Bronzestatue der beiden Figuren steht vor dem Haus. Sogar die sogenannten Ampelmännchen sind seit diesem Jahr mit den Figuren bestückt. Am Nachmittag sind wir dann zur Göltzschtalbrücke gefahren.

Göltzschtalbrücke
Die Göltzschtalbrücke ist die größte, aus Ziegelsteinen erbaute (im Jahr 1851) Brücke der Welt mit einer Höhe von 78 Metern und einer Länge von 574 Metern.

Es ist die größte, aus Ziegelsteinen erbaute (im Jahr 1851) Brücke der Welt mit einer Höhe von 78 Metern und einer Länge von 574 Metern. Ein beeindruckendes Bauwerk!

Gruppenbild vor der Göltzschtalbrücke
Gruppenbild vor der Göltzschtalbrücke

Hier gab es in einer Gastwirtschaft die originale Thüringer Bratwurst- sehr lecker! Danach Rückfahrt zum Hotel, wo wir nach dem Abendessen von den Thüringer Waldspitzbuben unterhalten wurden.

Am 4. Tag begleitete uns Anita nach Rudolstadt. Hier thront die Heidecksburg hoch über der Stadt.

Die Heidecksburg in Rudolstadt
Die Heidecksburg in Rudolstadt

Wir fuhren hinauf und konnten, wer wollte an einem Museumsbesuch dort teilnehmen. Hier befindet sich eine sehr sehenswerte Puppenstuben- Miniaturausstellung.

Puppenstuben - Miniaturausstellung in der Heidecksburg
Puppenstuben – Miniaturausstellung in der Heidecksburg

Draußen um die Burg herum hatten wir einen schönen Rundumblick über die Stadt. Eine Stadtrundfahrt rundete das Programm ab. Danach ging es weiter nach Saalfeld. Während der Fahrt spielte uns Anita von einer von ihr mitgebrachten CD, den bekannten Marsch „Hoch Heidecksburg“ vor. Saalfeld gehört mit seiner 1100 jährigen Geschichte zu den ältesten Städten Thüringens.

Hier hatten wir einen Aufenthalt über die Mittagszeit. Später am Nachmittag besuchten wir die größte Talsperre Deutschlands: die Bleilochtalsperre, deren Staumauer 65 Meter hoch ist und die Länge des Sees 28 Kilometer beträgt. Dort sollten wir am letzten Tag unseres Aufenthalts in Thüringen noch eine Stauseerundfahrt unternehmen, was dann auch geschah. Auf dem Weg zum Hotel , konnten wir den in der Gemeinde Burgk bei Schleiz befindlichen, aus Holz gebauten Saaleturm besteigen.

Saaleturm in Burgk bei Schleiz
Saaleturm in Burgk bei Schleiz

Er wurde im Jahr 2011 fertiggestellt. Seine Höhe beträgt 43 Meter und ist sehr luftdurchlässig gebaut. Darin gilt es 192 Stufen zu erklimmen. Einige Damen haben es geschafft und wurden dafür mit einem wunderschönen Rundumblick belohnt.

Vorher aber, am 5. Tag, besuchten wir Mödlareuth. Es ist ein kleines Dorf, durch das heute noch die Grenze zwischen Thüringen und Bayern verläuft: nur heute in friedlichen Zeiten, ohne Mauer und Stacheldraht!  Hier befahl die damalige DDR Regierung 1952 den Ort im Tannbachtal erst durch einen Stacheldrahtzaun, dann durch einen Bretterzaun und zu guter Letzt durch eine Betonmauer mit Sicherheitsstreifen ohne einen Checkpoint, zu teilen. Über Nacht wurden ganze Familien getrennt. Die Amerikaner nannten den Ort deshalb auch „Little Berlin“. Erst nach der friedlichen Revolution von 1989, die sich in diesem Jahr zum 30.mal jährt, fiel auch dort die Mauer. Heute befindet sich in Mödlareuth ein Grenzmuseum und ein kleines Stück erhaltener Grenzstreifen, so, wie er sich 700 Meter lang durch den Ort gezogen hat. Durch einen Film mit alten Aufnahmen, wurde uns die Geschichte der Teilung veranschaulicht. Es waren bedrückende Zeiten für die Bewohner. Um so mehr ist es zu bewundern, dass die Wiedervereinigung unblutig verlief! Nach diesen Eindrücken haben wir dann am Nachmittag bei Sonnenschein eine Stauseerundfahrt auf der Bleilochtalsperre unternommen und uns von Anita verabschiedet. Nach dem Abendessen hat uns dann noch ein Alleinunterhalter einen amüsanten Tanzabend beschert. Ein netter Abschluss unserer Landfrauenreise!

6. Tag: nach dem Frühstück traten wir unsere problemlose Heimfahrt an. Es waren 6 schöne Tage. Wir bedanken uns bei dem Busfahrer für die sichere Fahrt und bei unserer „Reisechristel“ für die gute Organisation der Reise!

Tagesausflug in die Rosenstadt Eutin

Unser neues Landfrauenjahr begann mit einem Tagesausflug nach Eutin am 05.09.2019.

Wir wollten zum Mittagessen bei der alten Mühle in Eutin sein. Da aber die Anfahrt sehr gut klappte, waren wir so zeitig in der Stadt, dass noch ein schöner Spaziergang im Schlosspark oder hinunter zum See unternommen werden konnte.

Ausflug nach Eutin
Ausflug nach Eutin

Von dem Parkplatz bei der Mühle konnten wir eine schöne Aussicht über den Ort erhaschen. Die Mühle ist sehr gemütlich und rustikal eingerichtet. Jeder fand einen Platz und bekam sein vorbestelltes Gericht. Zur Auswahl standen: Schnitzel nach Zigeuner Art mit Bratkartoffeln und Süßsaure Bratheringe mit Bratkartoffeln. Die Nachspeise war typisch Norddeutsch: Rote Grütze mit Sahne. Alle waren zufrieden! Auf dem Weg in die Keramische Abteilung hingen einige nette Verse an der Wand. Sie lauten:

“Moder Grau“ steht auf dem Hügel
Blickt auf viele Dächer her,
längst erstarrt sind ihre Flügel
und sie drehen sich nicht mehr.

Einstmals werkte sie Jahrzehnte
Mahlte Getreide immerzu.
Jetzt genießt sie die ersehnte
und wohl auch verdiente Ruh.

Abends wird sie angestrahlt
Licht liebkost die alte Maid.
Und der Schein der Lampe malet
Helle Tropfen auf ihr Kleid.

Einsam ragt sie auf dem Berge
Als ein Stück Vergangenheit
Grüßt die Menschen, klein wie Zwerge
Träumt von ihrer besten Zeit.

Danach sind wir zu einem Obsthof außerhalb von Eutin gefahren. Dort erläuterte uns der Besitzer uns die Obstbrennerei. Er stellt sortenreinen Obstler her, der auch selbst vermarktet wird.

Nach dieser alkoholischen Verkostung sind wir dann leicht angeschäkert zum See zurück gefahren, um eine Schifffahrt mit Kaffee- und Kuchengenuss zu erleben.

Besuch des neuen Verwaltungsgebäude Amt Bad Oldesloe Land

Im Kreis Stormarn gibt es 5 Ortsvereine der Landfrauen: Bad Oldesloe und Umgebung. Bargteheide, Reinfeld und Umgebung, Süd- Stormarn, und Tangstedt. Jeweils einer dieser Ortsvereine ist nach dem Alphabet geordnet dran, eine sogenannte „Kreisbereisung“ zu organisieren. Der Sinn darin besteht, die nähere Umgebung des jeweiligen Vereins kennen zu lernen und sich untereinander auszutauschen. Dieses findet immer Anfang Juli des Jahres statt. Normaler Weise wären wir 35- 40 Damen.

Gruppenbild vor dem neuen Verwaltungsgebäude in Bad Oldesloe
Gruppenbild vor dem neuen Verwaltungsgebäude in Bad Oldesloe

Leider in diesem Jahr nur 25 Teilnehmerinnen, da viele vor der beginnenden Ernte noch in den Urlaub gefahren waren oder bei einigen andere Gründe vorlagen.

In diesem Jahr hat der Vorstand des Vereins Bad Oldesloe und Umgebung die Kreisbereisung organisiert.

Da kurz vor unserem Termin das neue Verwaltungsgebäude des Amtes Bad Oldesloe Land eingeweiht wurde, fanden wir es doch angebracht dieses einmal kennenzulernen und baten um eine Führung. Diese wurde uns zugesagt und so wurden wir am 10. Juli vom leitenden Verwaltungsbeamten Herrn Steffen Mielczarek um 10.30 Uhr sehr herzlich begrüßt und in Empfang genommen.

Noch im Hof und im Schatten des Hauses erläuterte uns Herr Mielczarek den Werdegang und Planung des nun schon 3. Gebäudes nach dem 2. Weltkrieg.

Gruppenbild im neuen Verwaltungsgebäude in Bad Oldesloe
Gruppenbild im neuen Verwaltungsgebäude in Bad Oldesloe

Wie wir aber erfahren haben und auch erkennen konnten, ist   das Gebäude sehr vorausschauend in Bezug für den in den kommenden Jahren eventuell benötigten Büroplatz geplant und gebaut worden. Noch ist die obere Etage vermietet worden und trägt zur Begleichung der laufenden Kosten bei.

Auch die Innengestaltung ist sehr sinnvoll vorgenommen worden, wie wir meinten. Die vorderen spitzwinkelig verlaufenden Räume sind sehr sinnvoll auf jeder Etage für Versammlungen nutzbar. So haben wir das neue Gebäude kennengelernt und haben uns mit einem gemeinschaftlichen Foto dort verabschiedet, um dann weiterzufahren um im Gasthaus „Mäcki“ in Rethwischfeld zu Mittag zu essen, bevor es weiter nach Steinhorst in das Museum für „Vergessene Arbeiten“ ging.

Museum für "Vergessene Arbeiten" in Steinhorst
Museum für „Vergessene Arbeiten“ in Steinhorst

Dort wurde schon auf uns gewartet, um uns durch die vielen Bereiche der verschiedenen alten handwerklichen Berufe wie z.B. Schuhmacher, Bürstenmacher, die Kunst des Klöppelns und Spinnens zu erklären und vorzuführen. Ein altes Schulzimmer, Zubehör zur Hausschlachtung, eine alte Schmiede, eine Buchdrucker- und binderei, sowie ein Kolonialwarenladen und viele Dinge mehr konnten wir besichtigen.

Da kamen doch alte Erinnerungen wieder zum Vorschein. Es hat großen Spaß gemacht durch die alte Scheune der Domäne Steinhorst auf Entdeckungsreise zu gehen. Ein Besuch lohnt sich immer wieder, weil man während eines Aufenthaltes dort gar nicht alles aufnehmen kann!

Zum krönenden Abschluss des schönen Tages führte uns die Reise nach Bergrade um dort in einer gemütlichen Kaffeestunde mit leckeren Torten und Klönschnack unser Treffen zu beschließen.

Tagesfahrt zum Spargelessen

Zum Abschluss unseres Landfrauenjahres haben wir eine Tagesfahrt mit Mittagessen, Museumsbesuch in Büdelsdorf und anschließendem Kaffeetrinken unternommen.

Morgens ging es los zum Alten Fährhaus Lexfähre an der Eider. Dort erwartete uns ein großes Spargelbuffet mit einer Riesenauswahl der verschiedenen Zubereitungsarten vom Spargel mit Vorsuppe und diversen Desserts.

Nach dieser Völlerei fuhren wir nach Büdelsdorf zur internationalen Kunstausstellung NordArt. Sie findet in den weitläufigen Hallen der Carls-Hütte statt. Künstler aus aller Herrenländer haben dort ihre Werke ausgestellt.

Restaurant zum alten Fährhaus Lexfähre an der Eider
Restaurant zum alten Fährhaus Lexfähre an der Eider

Es ist teils verwirrend, mehr oder weniger nachvollziehbar aber auch wiederum sehr schön. Wir waren ganz erschlagen von den vielen verschiedenen Werken, die wir betrachtet haben. Am besten hat es uns im Park gefallen. Dort kann man an der frischen Luft sein und die Skulpturen bei einem Spaziergang auf sich wirken lassen.

Beeindruckt von allem, freuten wir uns auf eine gute Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen um uns danach in die Sommerpause zu verabschieden.

Aprilveranstaltung 2019 „De Postbüdel kummt“

Am 24.04. kam „De Postbüdel“ alias Holger Jensen zu uns Landfrauen in die Bahnhofsgaststätte Bern nach Mollhagen.

Er ist ein Allroundtalent. Schon als kleiner Junge konnte er Groß und Klein auf festlichen Gesellschaften lustig unterhalten. Die plattdeutsche Mundart liegt ihm besonders. So hatte er sich uns vorgestellt und legte auch gleich lustig los. Sein Akkordeon vorgeschnallt, brachte er die Landfrauenrunde mit fröhlichen Liedern zum Mitsingen in Schwung. Immer wieder zwischendurch von lustigen Dönsches, die er „erlebt“ hatte, unterbrochen.

De Postbüdel alias Holger Jensen bei den Landfrauen
„De Postbüdel“ alias Holger Jensen bei den Landfrauen

Besonders von seinem „Nachbarn Hannes“ konnte er viel berichten. Ihn hatte er auch mitgebracht. Zu unser aller Erstaunen zauberte unser „Postbüdel“ ihn aus seinem mitgebrachten Postkasten. – Es war eine Bauchrednerpuppe.- Also auch als Bauchredner konnte uns Herr Jensen bestens unterhalten. Immer wieder hat er auch das Publikum in die Unterhaltung mit eingebunden. Alle haben gerne mitgemacht.

Nachbar Hannes und der Postbüddel
„Nachbar Hannes“ und der Postbüddel

Es war für uns alle ein lustiger komödiantischer Nachmittag. Viele der Damen hatten es sich gar nicht so schön vorgestellt.